Apfelwein Senf

Selbst gemachter Senf mit Apfelwein, Balsamico, Apfelessig und Gelben Senfsamen.

Gleich zwei der wohl am längsten von der Menschheit verwendeten Lebensmittel benutze ich hier. Zumindest ist dies so, wenn man den Teil der Geschichte betrachtet, wo der Mensch sesshaft ist und Dinge anbaut, anstatt sich lediglich auf das Jagen und Sammeln zu verlassen.

Einerseits ist dies der Senf, eine der wohl ältesten Kulturpflanzen.
Zweitens der Alkohol, beziehungsweise vergorene Produkte. Stärke- oder zuckerhaltige Säfte zu vergären war lange Zeit die einzige Methode, um Obstsaft und Co. haltbar zu machen. Klar, damals kannte man noch keine Pasteurisierung. Geschweige denn, dass es sterile Gefässe gegeben hätte. Dafür hatte man eben solche Methoden wie Essig, Alkohol und verschiedene antibakteriell wirkende Gewürze.

Darüber hinaus war Alkohol wahrscheinlich einer der Gründe, warum sich Menschen überhaupt niedergelassen haben. Damals wurden wilde Getreideähren gesammelt und eingelagert. Unsere Vorfahren kannten noch keine festen Siedlungen und zogen hin, wo es ihnen passte. Entweder geschah es durch undichte Lagerstellen und nass werdendes Korn oder durch stehengelassenen Getreidebrei, dass Menschen den Alkohol entdeckten.

Darauf haben sich Pioniere niedergelassen: Man wollte mehr davon.

Heute vergären Menschen alles mögliche, darunter auch Apfelmost. Hieraus entsteht dieses köstliche Getränk, der Apfelwein, womit ich in letzter Zeit so gerne und oft koche. Natürlich darf hier eine Senfzubereitung nicht fehlen.

Zutaten

100 g Gelber Senfsamen
100 ml Apfelwein
30 ml Balsamico
30 ml Apfelessig
40 ml Wasser
1 TL Salz

 Zubereitung

  1. Die Senfkörner entweder mit einem Mixer oder mit Hilfe einer Gewürzmühle fein mahlen.
  2. Apfelwein, Balsamico, Apfelessig und Wasser abmessen und zum Senfpulver geben.
    Salz hinzufügen und alles gut vermischen.
  3. Der Senf sollte etwa 5 Minuten lang immer wieder durchmischt werden. Eventuell nochmals etwas Wasser oder Essig hinzufügen.
  4. Damit der Senf noch feiner und cremiger wird, diesen nach einigen Stunden mit dem Mixer bearbeiten. Erst jetzt sind die Körner genügend aufgeweicht, dass man sie noch feiner mahlen kann.
  5. Ein guter Senf braucht Zeit. Nach etwa 2 Wochen Lagerung bei Zimmertemperatur mit täglichem Durchmischen verfliegt die beissende Schärfe und das volle Aroma kommt zur Geltung.
  6. Passt hervorragend zu Geflügelgerichten.
    Fertig, guten Appetit!

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