Auberginen Curry mit Tomaten, Macadamia und Kokos

Gehackten Ingwer und Chili braten, mit Tomaten und in Streifen geschnittenen Auberginen erweitern und mit cremigen Macadamia und Kokosmilch vollenden.

Wenn man mal versuchen will etwas ein bisschen anders zu machen, dann kommen oft überraschend leckere Sachen dabei heraus… Eine Weisheit, die ich immer wieder erneut erleben darf.

Wie ich das am Samstag so gerne tue, war ich bei strahlendem Sonnenschein spazieren – zuerst durch den Park, dann noch kurz beim Inder vorbei, ein paar Leckereien kaufen. Wie das dann halt so ist mit mir, lasse ich mich von der Vielzahl an Gerüchen und unbekannten Frischprodukten fesseln und mein Zeitgefühl verschwindet völlig – ich kann dann stundenlange die Gemüsetheke auf und ab marschieren und komme vor lauter Staunen in einen richtigen Tunnel.

Dieses Mal durfte ich die Unterstützung von einem “Guide” geniessen. Eine schon etwas ältere Inderin, die mir zuerst “fachfrauisch” DIE KOKOSNUSS aus einer Kiste mit hunderten Artgenossen selektiert hat, erklärte mir die Vielfalt der asiatischen Gemüse – mein Fazit: Ich habe viel zu tun…

Ich fragte sie dann, was sie mir denn empfehlen könne, um ein Curry mit Erdnüssen ohne Erdnüsse und auch ohne Cashew zuzubereiten. Gemeinsam einigten wir uns dann auf die Macadamia, die wegen ihrer cremigen Konsistenz und ihres kräftigen Aromas wahrscheinlich der beste Kandidat dafür ist.

Das nenne ich einmal interkulturellen Austausch! So macht Einkaufen doch gleich doppelt und dreifach Spass und wird sogar zu einer lehrreichen Lektion.
Mit meiner nun prall gefüllten Einkaufstasche – vieles davon Zeug, das diese Fachfrau mich unbedingt versuchen lassen wollte (sie musste dafür einen Tilapia mit nach Hause nehmen) und einem um mindestens 200 % gesteigerten Smile auf dem Gesicht, bin ich dann nach Hause gelaufen, hab noch ein paar Kräuter gepflückt, um dann frisch und fröhlich die Küche zu rocken.

Hier kommt nun das Ergebnis:

Zutaten

1 Aubergine (250 g)
2 Tomaten
1 walnussgrosses Stück Ingwer
1 rote Spitzpaprika
1 Chilischote
2 EL Kokosraspel
20 g Macadamia, geröstet (selber rösten geht am besten im Ofen: 15 min bei 160 °C)
125 ml Kokosmilch
1 TL Kokosöl
1 TL Zitronensaft
10 Curryblätter (am besten gefroren vom Asia-Laden)
1/4 TL Kurkuma
1 Messerspitze Zimtpulver
Salz
eventuell Schnittlauch

Für die Gewürzmischung (alternativ je 1/2 TL Currypulver Madras und Garam Masala)
1 TL Schwarze Senfsamen
2 cm Zimtstange
1/2 TL Bockshornkleesamen
1 Prise Kreuzkümmelsamen
1 Prise Nigella (Schwarzkümmel)
1 TL Koriandersamen

Zubereitung

  1. Die Aubergine in fingerdicke Streifen schneiden und diese jeweils in der Mitte halbieren – du hast nun also fingerlange, fingerdicke Streifen 🙂 .
    Die Streifen in eine Schüssel geben, eine Prise Salz dazu, gut durchmischen und ziehen lassen.
  2. Unterdessen die Chili zusammen mit dem Ingwer hacken. Paprika aufschneiden, die Kerne herausnehmen und das Gemüse in dünne Streifen schneiden.
  3. Die Gewürze für die Mischung in einer kleinen Pfanne rösten, bis die Senfsamen zu knacken beginnen.
    Dann sofort in einen Mörser geben und fein mahlen (woa, dieser Geruch 🙂 ).
  4. Das Kokosöl in einer Bratpfanne schmelzen und erhitzen. Ingwer, Chili und Paprika dazugeben und 3 Minuten braten.
  5. Tomate würfeln und dazugeben.
  6. Curryblätter, Zitronensaft, zwei Prisen Salz, die gemahlenen Gewürze, Kurkuma und Zimt, Kokosraspel und dann die Auberginen dazugeben.
  7. Gut umrühren, Deckel drauf und etwa 15 Minuten kochen lassen, bis die Auberginen gar sind.
  8. Die Macadamia in einen Mörser geben und zerstossen, so dass ganz feine Stücke, beziehungsweise eine Paste entsteht.
  9. Kokosmilch dazugeben, Macadamia-Mus dazugeben, gut umrühren, probieren, eventuell nachwürzen, dann den Schnittlauch fein dazuschneiden und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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