Blumenkohl mit Tomaten, Kokosnuss und Kurkuma

In Kokosöl gebratener Blumenkohl mit Tomaten, frisch geraspelter Kokosnuss, etwas Kreuzkümmel und Kurkuma, garniert mit frischem Schnittlauch.

Von wo habe ich eigentlich diese Neigung zu scharfem, Indischem Essen? Nun, sofern meine Indischen Rezepte Authentisch sind (lesen hier Leute mit, die sich echt damit auskennen, also selber Inder sind oder zumindest die Hälfte des Jahres dort wohnen? Bitte melden 🙂 ), stammt diese Affinität von meinem Papa, der unter seinen die Welt umspannenden Kontakten auch einen guten Draht nach Indien hat.
Dadurch hat dann auch eine Reihe an Curry Masalas den Weg in die Familienküche gefunden und sich dort recht gut eingebürgert. Dennoch hat mein Paa nie wirklich experimentiert und seine Gewürze selber zusammengestellt.

Wie es dann bei mir dazu kam war ein grosser Zufall. Ich habe während des Gymnasiums begonnen selber zu experimentieren und völlig neue Dinge zu testen. Nebenbei entwickelte ich ein starkes Interesse zu exotischen Aromen und Food-Kombinationen. Davon wussten natürlich meine Kollegen und eines Tages überreichte mir meine damalige Freundin ein Indisches Kochbuch – ihr Vater hätte dieses gekriegt und selber keine Verwendung dafür.

Ich öffnete es und da war sie, eine neue Welt der Gewürze. Bockshornkleesamen, Schwarzer Senf, Curryblätter – Gewürze, von denen ich bis dahin nichts gewusst hatte.
Mit heller Begeisterung bin ich dann erstmalig durch die Regale meines zukünftigen Stamm-Asiaten gewandelt und habe mir alles genauestens angesehen – und reichlich eigekauft.

Aber praktisch von jedem Rezept, das ich ausprobiert habe (selbst meine Liebsten Kochbücher enthalten meist nur 4 bis 10 Rezepte, die ich auch wirklich wirklich echt toll finde) kreierte ich meine eigene Version.

Beim Kochen von diesem Blumenkohl-Rezept hatte ich also wahrscheinlich meines Vaters Curryküche und dieses Indische Kochbuch in meinem Hinterkopf und verpasste meiner Prägung den “Spicyslice-Kick”.

Zutaten

1 Portion Blumenkohl (ca. 300 g)
2 Tomaten
1/2 Kokosnuss (alternativ: 4 EL Kokosraspel)
1 TL Kokosöl
10 Curryblätter
1/4 TL Bockshornklee
1 Prise Kreuzkümmel
1 TL Kurkuma
1 Birds-Eye Cili (oder 1 Pepperoncini, gehackt)
1 TL Aceto Balsamico
Salz
Schwarzer Pfeffer
10 Halme Schnittlauch

Zubereitung

  1. Schritte 2 bis 4 sind für jene, die es mit der frischen Kokosnuss aufnehmen wollen. Die Kokosraspelkocher beginnen bei Schritt 5.
  2. Die Kokosnuss offnen ist meeeega einfach: Nimm dir zuerst die drei “Augen an einem Ende der Schale vor. Mit einem Bohrer oder Schraubenzieher mit Hammer machst du in zwei davon je ein Loch. So kannst du das leckere Kokoswasser in ein Glas abfüllen (und sogleich trinken 🙂 ).
  3. Dann nimmst du den Hammer und schlägst damit rund um den Äquator der Nuss. Nach wenigen Hieben sollte sie sich öffnen und du hast nun zwei Hälften vor dir – eine davon gibst du in den Kühlschrank – du brauchst sie hier nicht.
  4. Mit einem sogenannten Kugelausstecher (hier erhältlich: Kugelausstecher) kannst du dann das Fruchtfleisch der Nuss ausstechen und mit etwas Wasser in einem Mixer so fein wie möglich pürieren. Dabei bleiben immer noch feine Stückchen übrig – Raspel halt eben…
  5. Den Blumenkohl halbieren und in Röschen teilen.
  6. Die Tomaten würfeln.
  7. Das Kokosöl in einer Bratpfanne schmelzen und erhitzen. Dann den Blumenkohl und die Curryblätter hinein geben, gut umrühren und etwa 2 Minuten braten – so lange bis erste goldbraune Stellen erscheinen.
  8. Sofort den Balsamico und die Tomaten dazugeben und mit etwas Wasser ablöschen.
    Dann den Deckel auf die Pfanne geben und auf mittlerer Heizstufe etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  9. Unterdessen Bockshornklee und Kreuzkümmel in einer kleinen gut vorgeheizten Pfanne etwa 15 Sekunden rösten und dann in einem Mörser fein mahlen.
  10. Nach Ablauf der Zeit die frische Kokosnuss oder die Kokosraspel zusammen mit den gemahlenen Gewürzen, Kurkuma, Chili und Salz dazugeben. Gut umrühren und nochmals mit Deckel 10 Minuten kochen lassen.
  11. Am Ende das ganze umrühren, probieren und eventuell nachwürzen.
    Dann den Schnittlauch mit einer Schere fein dazuschneiden und das Ganze mit etwas Pfeffer den letzten Kick geben.
    Fertig, guten Appetit!

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