Chicorée mit Karotten in Orangensauce

Gebratener Chicorée mit Karotten-Stiften in Kokossauce mit Filets und Zesten einer Orange, gewürzt mit Rosmarin, Thymian und einer feinen Zimtnote.

Ok, wenn es Mitte März nochmals zum schneien anfängt, dann wird auch mein Geschmacksverlangen rückfällig und verlangt nach den schon fein säuberlich für nächstes Jahr auf die Seite gestellten Winterrezepten. Also bediene ich mich wieder der ganzen Palette an Wintergemüsen und Früchten und schaue zu, was daraus leckeres wird.

Das ist ja eigentlich das Schöne am saisonalen Kochen. Ganz ehrlich: Ich habe wenn es draussen nass und kalt ist, vielleicht sogar schneit, viel mehr Lust auf Orangen, Kohl, Chicorée, Kürbis und Randen, als auf Gurken, Zucchini oder Tomaten.
Wenn du dich einige Zeit bewusst ernährst, dann sagt dir der Körper nämlich sehr genau wonach ihm gelüstet und was ihm gut tut: Viele sommerlichen Gemüse nämlich kühlen den Körper von innen ab und zeichnen sich durch einen hohen Wasseranteil aus – im Sommer wichtig, da wir bei der Hitze logischerweise mehr Wasser brauchen.
Dagegen enthalten die Wintergemüse (meist sind das lange haltbare Wurzeln und Knollen) enorm viele Vitamine und Mineralstoffe. Unser Immunsystem befindet sich derweilen bei nasskaltem Wetter in ständiger Alarmbereitschaft – oftmals ausgetrocknete Schleimhäute machen es Bakterien und Viren sehr einfach, den Körper zu infiltrieren. Deshalb sind viele Menschen im Winter eher krank als im Sommer. Mit mehr Vitaminen und Mineralstoffen aus Lebensmitteln des Winters können wir dem ein wenig entgegen wirken (wichtig, greife möglichst nicht auf Vitaminpräparate zurück – sie sind oftmals eigentlich giftig, sicherlich überteuert und bei ausgewogener Ernährung absolut überflüssig).

Und nicht zuletzt dankt auch das Portemonnaie und die Ökobilanz deinen saisonbewussten Einkäufen: Saisonales Gemüse ist meist günstiger und verursacht weniger Treibhausgase, da lange Transportketten wegfallen und ist dabei erst noch gesünder, da es frischer ist.

Also, kaufe richtig ein, iss deine Vitamine!

So, zum Menüplan: Dazu passt am besten, wegen der Orangensauce, Geflügel oder heimischer Süsswasserfisch

Zutaten

2 bis 3 Stück Chicorée (je nach Grösse und Hunger)
1 Karotte
1 Blondorange (Bio!)
1 kleine Zwiebel
125 ml Kokosmilch
1 TL Kokosöl
1 kleiner frischer Rosmarinzweig
1 Prise Thymian
1 Prise Zimtpulver
weisser Pfeffer
Salz

Zubereitung

  1. Vorbereitung:
    Die Karotte mit einer Bürste gut waschen – ich schäle meine Rüben nie, da genau in der Schale am meisten Gutes drin steckt! Dann die Rübe in feine Stifte schneiden.
    Die Zwiebel schälen und hacken.
    Den Chicorée jeweils der Länge nach halbieren.
    Von der Orange einen Teil der Schale abreiben und auf die Seite stellen. Die Orange dann schälen, die Filets aus den Segmenten schneiden (dabei den Saft auffangen) und diese auf die Seite stellen.
  2. Kokosöl in einer Bratpfanne schmelzen und erhitzen. Dann die Chicorée-Hälften mit der flachen Seite nach unten ins Öl legen. Ebenfalls die Karotten und die gehackte Zwiebel dazugeben.
    Diese Gemüse nun auf mittlerer Stufe langsam braten – dabei am besten den Deckel auf die Pfanne geben.
  3. Nach 3 bis 5 Minuten den aufgefangenen Orangensaft und etwas Wasser dazugeben und weiter dünsten (etwa 10 Minuten), bis der Chicorée glasig aussieht und die Karotten zwar noch bissfest, aber gar sind.
  4. Jetzt kannst du den Deckel entfernen, Orangenfilets dazugeben, umrühren und das Restwasser verdampfen lassen. Dann salzen, Rosmarin, Thymian und Zimt dazugeben und die Kokosmilch angiessen.
    Nur noch probieren, eventuell nachwürzen und dann mit weissem Pfeffer garniert servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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