Delica mit Speck, Seitlingen, Oliven und Fenchelkraut

Gerösteter Delica Kürbis an einer Sauce aus gebratenem Speck, Kräuterseitlingen, Schwarzen Oliven und Kokosmilch, abgerundet mit frischem Fenchelkraut.       

Weil die vergangenen Wochen so ein Pseudo-Oktoberfest den Zürcher Hauptbahnhof in Beschlag genommen hat, gab es dort auch nicht den grossen Mittwochs-Markt, an dem ich sonst immer mein Fenchelkraut bekomme. Deswegen musste ich diese Zeit über auch auf eines meiner liebsten Kräuter verzichten. Das habe ich nun geändert. Am Wochenende hatte ich nämlich die Idee, einfach zum Bauern zu gehen und dort zu fragen, ob ich etwas vom begehrten Grün haben dürfe.

Wenn ich Kräuter einkaufe, so achte ich ganz besonders auf biologische Landwirtschaft. Glücklicherweise ist der nächstgelegene Hof, vom Hause meiner Eltern aus, ein Biohof. Der Bauer meinte nur, ich solle mich gleich am Feld bedienen und so bin ich gegangen und habe mir mein Kraut direkt aus dem Fenchelparadies besorgt. Man stelle sich nun vor, dass Fenchel mein absolutes Lieblingsgemüse ist und ich wirklich auf dieses Grünzeug stehe – ich fühlte mich im siebten Himmel, bei dem intensiven Fenchelduft. Wow!

Wenn es so gut ist, warum kann man es dann nicht kaufen? Die meisten Leute kennen es gar nicht und Fenchelkraut ist leider sehr heikel, was Trockenheit, Wärme oder Druck angeht. Es würde im Standard-Supermarkt schnell faulig werden. Nur selten machen sich Produzenten die Mühe, es mit auf den Wochenmarkt zu nehmen. Das ist leider ein Trend, den es noch zu überwinden gibt, denn auch die Blätter der Knollensellerie oder das Kraut einer Karotte sind essbar und schmecken hervorragend, nebst dem, dass sie enorm gesund sind.

In fenchelguter Laune darf ich nun also munter würzen, verfeinern und garnieren und so manchem Herbstgericht einen Hauch Grün verleihen.

Zutaten

150 g Kräuterseitlinge
300 g Kürbis, z.B. Delica, Knirps oder Hokkaido
1 Schalotte
1 Zehe Knoblauch
8 Schwarze Oliven
frisches Fenchelgrün
frischer Rosmarin
100 g Schweinebrust (Speck, ungesalzen)
2 EL Olivenöl
75 ml Kokosmilch
1 dl Weisswein
Tomatenmark
Salz
Schwarzer Pfeffer

 Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 °C Unter- und Oberhitze vorheizen.
  2. Den Kürbis in Schnitze schneiden, in eine Schüssel geben, mit einem Esslöffel Olivenöl, etwas Zimt, Salz und einer geriebenen Zehe Knoblauch mischen, auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und im Ofen für etwa 40 Minuten rösten.
  3. Derweilen die Schalotte schälen und hacken.
    Den Speck in Würfel schneiden.
    Die Pilze zu feinen Scheibchen verarbeiten.
    Den frischen Rosmarin fein hacken.
  4. In einer Bratpfanne einen Esslöffel Olivenöl verteilen, erhitzen und darin zuerst den Speck, die Oliven und die Schalotte, nach zwei Minuten auch die Pilze rührbraten. Währenddessen das Bratgut leicht salzen und nach etwa 5 Minuten mit etwas Tomatenmark und einem Deziliter Weisswein ablöschen.
    Danach die Sauce etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  5. Der Kürbis sollte nun fertig sein. Diesen nun in die Bratpfanne zu den Pilzen geben, etwa 2 Minuten ziehen lassen, danach mit der Kokosmilch mischen.
  6. Erst jetzt das Fenchelgrün fein dazuschneiden und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Fertig, guten Appetit!

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