Energie Porridge

Porridge auf Basis von Erdmandelmehl und Haferflocken, mit frischem Obst, allerlei Gewürzen und einem Topping aus Beeren und Blütenpollen.       

Porridge mit Haferflocken. Ja, ich gestehe, als Inhaber eines Blogs zur Paleo-Ernährung esse ich seit einiger Zeit schon ein Frühstück, welches nicht Teil der Paleo-Ernährung sein kann, da ein Teil seiner Basis aus Getreide ist. Hafer eben. Hafer könnte zum Beispiel durch Kastanienflocken oder Ähnliches ersetzt werden, für all jene, die ein Porridge kochen möchten ohne Getreide zu verwenden.

Ich habe lange Zeit experimentiert, um meinen Reizdarm zu bändigen. Meistens hatte ich an mindestens vier von sieben Tagen ein Gefühl ständigen aufgebläht seins, Appetitlosigkeit, Völlegefühls und enormer Schlappheit. Seit ich regelmässig, das heisst einmal täglich zum Frühstück, einige Haferflocken zu mir nehme, gehen diese Symptome mehr und mehr zurück und auch ich kann mich, so wie ich es mir lange Zeit gewünscht habe, wohl fühlen und aktiv sein.

Warum das so ist, ich glaube es liegt einerseits am Beta-Glukan, einem speziellen Ballaststoff der sich in nennenswerten Mengen nur in Hafer und Gerste finden lässt. Ich habe den Hafer bevorzugt, weil es sich meiner Meinung nach um das gesündeste Getreide handelt. Erstens enthält es von allen Sorten am meisten Ballaststoffe, Fette und Proteine. Das bedeutet, dass es im Gegensatz zu Weizen oder Dinkel einen – relativ gesehen – kleinen Anteil Kohlehydrate enthält (etwa 65 %). Zweitens eben wegen dem hohen Beta-Glukan-Gehalt. Drittens weil es sehr viele Mineralstoffe hat und schliesslich viertens, weil man beim Hafer wahrscheinlich vom Urtümlichsten der kommerziellen Getreidesorten sprechen kann. Dies weil er nie einen solchen Zuchtboom erfahren musste wie die anderen Sorten. Man sehe sich nur einmal an, wie der Hafer wächst. Zum Ernten ist dies höchst unpraktisch…

Nun ist es raus…

Weiterhin glaube ich, dass die meisten Paleo-Frühstücke zu beladen mit Fetten oder Proteinen sind. Mein Körper scheint mit solch einer Nährstoffzusammensetzung am frühen Morgen nicht zurechtzukommen. Ein Porridge geht da wesentlich einfacher durch.

Zutaten

30 g Erdmandelmehl
30 g Haferflocken
200 g Obst
ein paar frische Beeren oder Fruchtmark (ungesüsst) für das Topping
2 TL Blütenpollen
Zimt
Vanille, gemahlen
Nelken, gemahlen
frischer Ingwer

 Zubereitung

  1. Etwa 3 dl Wasser aufkochen und die Haferflocken zusammen mit dem Erdmandelmehl unter starkem Rühren ins Wasser geben. Hitze reduzieren und das Ganze danach auf niedriger Flamme etwa 10 Minuten köcheln lassen. Umrühren nicht vergessen!
    Danach sollte das Porridge leicht angedickt sein.
  2. Gleichzeitig etwa 200 g Obst, je nach Saison und Lust (am leckersten werden Pfirsiche, Zwetschgen, Aprikosen), zerkleinern und in einer weiteren Pfanne mit etwas Wasser zugedeckt zerkochen lassen, solange bis das Porridge fertig ist.
  3. Die Haferflockenmasse mit etwas geriebenem Ingwer, einer Prise Zimt und Nelkenpulver abschmecken.
    Danach das Obst dazugeben und gut mischen. Eventuell nochmals etwas Wasser hinzufügen, dann das Ganze nochmals kurz ziehen lassen.
  4. Währenddessen ein paar frische Beeren in einem kleinen Gefäss zerdrücken. Alternativ kannst du auch ein fertiges Fruchtmus (ungesüsst) verwenden.
  5. Das Porridge in eine Schale geben und mit zwei Teelöffeln Blütenpollen bestreuen. Danach wie Jackson Pollock ein Muster aus Beeren- oder Fruchtmus darauf zeichnen.
    Fertig, guten Appetit!

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