Erdmandel Pancake

Fluffiger, edel-süsser Pancake aus Erdmandel und Kokosmehl mit verdünnter Kokosmilch, Zimt und Vanille in Olivenöl gebraten.

Glutenfreie Pancakes zuzubereiten ist mittlerweile sehr einfach geworden, gibt es doch zahlreiche Mehl-Alternativen in beinahe jedem Supermarkt. Getreidefreie Pancakes herzustellen ist schon etwas schwieriger. Was bleiben für Alternativen? Hinzu kommt, dass ich  weder Milchprodukte (für einen schönen, cremig-flüssigen Teig), noch Hülsenfrüchte (Kichererbsenmehl, Lupinenmehl, Sojamehl) verwenden kann…

Kokosmehl bindet Wasser drei Mal besser als Weizenmehl: Wo normalerweise 100 g Getreide gebraucht wird, sind nur 35 g Kokosmehl nötig, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Die in der Kokosnuss zahlreich vorhandenen Ballaststoffe machen dies möglich und unterstützen den Transport der “Abfälle deiner Verdauung” (ja, dies ist ein sehr wichtiges Thema und man sollte viel ungenierter darüber sprechen können, als dies heute üblich ist – schliesslich fühlt Mann und Frau sich sehr unwohl, wenn da etwas nicht ganz so läuft wie es sollte…).

Erdmandelmehl bindet zwar weniger Wasser, enthält aber vor allem die meist seltener vorkommende Klasse der wasserunlöslichen Ballaststoffe. Im Gegensatz zu den Wasserlöslichen dienen diese nicht deinen Darmbakterien als Nahrung, sondern verbessern lediglich die Konsistenz… so jetzt reicht’s mit dem Fäkal-Talk!!! 🙂

Erdmandeln? Was ist das überhaupt?
Der Zweite Name dieses seltsamen Dings lautet irreführender Weise “Tigernuss”. Dabei ist Nuss botanisch gesehen völlig falsch. Bei Erdmandeln handelt es sich nämlich um die Knollen einer Art der Zyperngräser (nein, die wachsen vor allem in Spanien und Nordafrika und nicht auf der griechisch-türkischen Insel gleichen Namens 🙂 ). “Graskartoffel” wäre also eigentlich ein viel treffenderer Ausdruck…
Erdmandeln sind relativ energiereiche, haselnussgrosse, runzelige Knöllchen. Sie schmecken süsslich, ein wenig nach Karamell und enthalten viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, die im Gegensatz zu jenen in Nüssen und Samen für den Körper vollständig verfügbar sind, da die Erdmandel keine Phytinsäure enthält (Phytinsäure ist ein Stoff, der in Samen aller Art den Keimling schützt und es ihm ermöglicht, die Verdauung eines Lebewesens zu passieren, ohne die ganzen im Korn enthaltenen Nährstoffe zu verlieren – diese sollen ja von der Pflanze aus gesehen den Nachwuchs ernähren und nicht das “räuberische” Tier, welches die Samen gefressen hat.

Diese Pancake übrigens ist der cremigste von allen, die ich bisher gemacht habe.

Dazu esse ich immer Obstkompott, garniere den Pancake mit Zimt und Blütenpollen.

Zutaten

15 g Erdmandelmehl
5 g Kokosmehl
40 ml Kokosmilch, verdünnt mit 40 ml Wasser
2 Eier
1 gehäufter TL Kokosblütenzucker
1 Prise gemahlene Vanille
1 Prise Zimt
1 kleine Prise Salz
1 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Erdmandelmehl,  Kokosmehl, Kokosblütenzucker, Salz, Zimt und gemahlene Vanille mit der verdünnten Kokosmilch mischen.  Dann die Eier dazu schlagen und gut mit einer Gabel verquirlen.
  2. Die Herdplatte vorheizen und das Öl in die Mitte einer Omelettenpfanne giessen.
  3. Die Pfanne auf der heissen Platte 15 Sekunden aufheizen und dann die Pancake Masse   in die Pfanne giessen. Das geht so: Zuerst in die Mitte der Pfanne, schön auf das Öl drauf. Jetzt breitet sich logischerweise der Teig gegen aussen aus und du giesst den Rest der Pfannkuchenmasse in Kreisen immer zwischen Pfannenmitte und Teigrand, bis nichts mehr in der Schüssel ist.
    Am Rand der Pfanne sollte jetzt noch ganz wenig Öl zu sehen sein. Falls nicht, beim nächsten Mal etwas mehr Öl nehmen.
  4. Dann den Pfannkuchen auf mittlerer Heizstufe braten, bis dessen Oberfläche nicht mehr feucht aussieht. Achtung, wenn die Hitze zu gross ist, verbrennt der untere Teil während der Obere noch nicht fertig ist.
  5. Den Pancake auf einen Teller gleiten lassen und den Teller ruck-zuck über die Pfanne drehen, so dass der Pfannkuchen auf der noch nicht gebratenen Seite wieder in der Pfanne landet.
  6. Nochmals etwa 2 Minuten braten lassen, dann wieder auf den Teller geben und mit Obstkompott, oder was auch immer dir darauf schmeckt servieren.
    Fertig, guten Appetit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.