Forelle auf Rosmarin mit Senf Kruste

Im Ofen geröstete Forelle auf einem Bett aus frischen Zweigen vom Rosmarin mit einer Kruste und Füllung aus Senf, Knoblauch und Kokosöl.

Einst war Senf ein Gewürz der armen Leute – damals, vor einigen Jahrhunderten, wo der normale Mann sich Pfeffer als Scharfmacher niemals leisten konnte. Da ass man Senf. Heute kann man für so manchen Spezialitätensenf sein Portemonnaie so ziemlich ausleeren – Senf nach alter Tradition in Steinmühlen hergestellt ist oftmals sehr teuer.
Ich habe deshalb begonnen meinen eigenen Senf herzustellen wenn ich ein grobkörniges Produkt von ausgezeichneter Qualität haben möchte.

Das Ding mit der Industrie und den dadurch sehr billigen Lebensmitteln ist nämlich das Folgende: Hier wird dem Senfkorn zuerst das Öl entzogen. Dieses würde nämlich beim schnellen Mahlvorgang zerstört werden. Trotzdem werden so natürlich wertvolle Inhaltsstoffe verändert und das Produkt schmeckt entsprechend. Erkennungszeichen eines solchen Senfes ist etwa der niedrige Fettgehalt – meist wird nämlich das Senföl später nicht wieder dazugegeben.
Ein hochwertiges Produkt schmeckt deshalb viel vollmundiger und kräftiger, ausgewogen und meiner Meinung nach süsslich – ohne dass Zucker hinzugefügt wurde.

So, hier geht es ja aber eigentlich auch um einen Fisch. Ich habe diese Methode erst kürzlich einmal ausprobiert und war sehr zufrieden. Die Forelle schmeckt wirklich noch durch, hat aber diesen leichten Hauch von Rosmarin und Senf angenommen. Eine ganz ausgezeichnete Kombination.

Zutaten

1 ganze Forelle oder einen ähnlichen Fisch
etwa 2 EL Senf (am besten grobkörnig)
3 EL Kokosöl
ein paar Zweige frischer Rosmarin
1 Zehe Knoblauch
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
    Ein Backpapier auf einem Backblech bereit legen, eventuell an den Rändern falten, so dass ein Rand entsteht. Dadurch kann später kein Saft vom Papier rinnen.
    Den Rosmarin in Form der Forelle auf das Backpapier legen.
  2. Senf, Kokosöl, die mit einer Reibe fein geriebene Knoblauchzehe und etwas Pfeffer zu einer möglichst homogenen Masse vermischen.
  3. Nun etwa 2 Teelöffel von der Senfmasse in den Bauchraub der Forelle streichen und den Fisch auf das Rosmarinbett legen.
    Mit einem sehr scharfen Messer die obere Seite der Forelle einige Male einritzen (Vorsicht, es braucht nur wenige Millimeter).
    Die restliche Senfmasse dann auf der gesamten Oberseite der Forelle verteilen, einreiben und andrücken.
  4. Der Fisch braucht nun etwa 25 Minuten (meine Forelle wog 420 g) bis er aussen knusprig, innen saftig und durchgegart ist.
  5. Das gesamte Backblech aus dem Ofen nehmen und den Fisch möglichst ohne den Rosmarin (der nun bitter schmeckt) auf einen Teller legen.
    Das Öl, welches sich auf dem Blech gesammelt hat, kannst du über den Fisch geben – es schmeckt fein würzig.
    Dann die Forelle filetieren und mit etwas Pfeffer und eventuell Salz garniert geniessen.
    Fertig, guten Appetit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.