Forelle auf Trauben und Rosmarin

Im Ofen geröstete Forelle mit Knoblauch, Salbei und Kokosöl, liegend auf einem Bett aus frischen Rosmarinzweigen mit Blauen und Grünen Trauben.

Gestern hatte ich beim samstäglichen Forellenkauf den spontanen Einfall mit den Weintrauben – einfach einige unter die Forelle gelegt, könnte das doch ganz lecker werden. Das habe ich so meiner Fischhändlerin erzählt – auf dem Markt plaudert man ja schliesslich gerne mal da, mal dort über das Leben, Kochen und gute Produkte. Sie meinte dazu, dass sie ihre Forellen auch schon mit Trauben gehabt hätte und dass das sehr lecker sei.

Das besonders schöne Exemplar welches sie mir dieses Wochenende reserviert hat, weckte schon roh helle Begeisterung in mir: Glänzend frisch, klare Augen, knallrote Kiemen – noch am frühen Morgen sei das Tier im Wasser gewesen – meinte sie dazu. Normalerweise werden die Forellen nämlich am Freitag zuvor gefangen und vorbereitet (immer noch frischer als die allermeiste Supermarktware).

Am Stand nebenan, einem kleinen Betrieb welcher sich auf die Zucht diverser Geflügel, Lämmer, Ziegen und Kaninchen spezialisiert hat, habe ich dann diesen wunderschönen Rosmarin geschenkt bekommen – es gäbe momentan eh zuviel davon – wurde mir dazu gesagt. Rosmarin habe ich schon immer geliebt. Sein intensiv harziger Duft lässt mich jedes mal in die Provence abschweifen (Erinnerungen an eine Fahrradreise entlang der Rhône).

Zum Rezept selber bleibt nicht mehr viel zu sagen: Die Forelle, die während dem Garen auf dem Rosmarin liegt, nimmt so dessen Aroma sanft auf – ohne dabei bitter zu werden. Natürlich muss man die Zweige danach entfernen.
Die Weintrauben geben einen leckeren Sud, der sich mit den Säften des Fischs mischt.
Ich empfehle stets eine Regenbogenforelle zu kaufen, da Bachforellen und Saibling eher wenig Fett im Fleisch haben und deswegen schnell trocken werden. Weil Fett auch Geschmacksträger Nummer eins ist, hat eine Regenbogenforelle auch deutlich mehr Aroma.

Zutaten

1 Forelle (am Besten Regenbogenforelle und Bio)
100 g Trauben
zwei dicke Zweige Rosmarin
3 Salbeiblätter
1 Zehe Knoblauch
3 EL Kokosöl
Salz
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
    Auf einem Backblech ein Backpapier bereit legen. Du kannst auch eine ofenfeste Platte verwenden (so wie meine auf dem Foto).
    Die Rosmarinzweige so auf das Papier legen, dass die Forelle später schön darauf zu liegen kommt.
  2. Die Weintrauben jeweils halbieren und dann über den Rosmarinzweigen verteilen.
  3. Die Knoblauchzehe mit einer sehr feinen Reibe oder der Knoblauchpresse in eine kleine Schale geben.
    Kokosöl, zwei Prisen Salz, etwas frisch gemahlenen Pfeffer und die mit der Küchenschere fein zerschnittenen Salbeiblätter dazugeben.
    Mit einem kleinen Löffel kannst du dieses Öl gut vermischen.
  4. Die Forelle dann in ihr Bettchen legen. Mit einem sehr scharfen Messer die obere Flanke einige Male einritzen. Dabei aufpassen dass du nicht zu tief schneidest.
    Danach ein bis zwei Teelöffel des Öls in ihrem Bauchraum verteilen.
    Den Rest des Öls auf der Forelle verteilen und auch in die Ritzen einmassieren.
  5. Der Fisch kommt nun je nach Grösse für 20 bis 25 Minuten in den Ofen.
  6. Sobald die Zeit um ist, die Forelle aus dem Ofen nehmen und kurz liegen lassen (sehr heiss!).
    Die Rosmarinzweige vorsichtig entfernen und den Fisch filetieren.
    Mit Salz und Pfeffer garniert servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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