Forelle in Tomaten Kapern Sauce

In Kokosöl gebratene Forelle an einer Sauce aus Schalotte, Tomatenmark, Kokosmilch und Kapern, gewürzt mit frischem Salbei und Pfeffer.

Donnerstags kaufe ich mir einen frischen Fisch bei meinem liebsten Fischhändler in Zürich. Was dabei herauskommt, weiss ich im Voraus nie. Klar, ich habe so meine Präferenzen, aber je nach Grösse, Aussehen und Gelüsten entscheide ich spontan, was auf dem Tisch landen soll.
Weil abends meine Hauptmahlzeit ist und ich euch darauffolgenden Morgen erzähle, was es denn für leckere Neuigkeiten aus meiner Küche gibt, kommt jetzt also der Fisch!

Dieses Mal hatte mein griechischer Fachmann wunderschöne Forellen vom Blausee in seiner Theke liegen. Ganz frisch, rote Kiemen, glasklare Augen und eine kräftige Färbung lagen sie da im Eis. Warum keine Forelle? Weil es darauf keine Antwort gab war die Wahl klar, so schnell entscheide ich mich beim Fisch selten, denn Fisch, das ist jenes Thema, wo ich am heikelsten, ja manchmal fast schon mühsam bin…

Beim nach Hause fahren kamen in mir Erinnerungen von meiner letzten grossen Radreise hervor. Damals ging es durch Österreichs wunderschönes Salzkammergut. Es war nach einem besonders anstrengenden Tag und ich wollte mir für die Nacht eine edlere Bleibe suchen – so habe ich einige Kilometer vor Bad Ischl zwei Wanderer nach so einer Unterkunft gefragt und beide waren sich sofort einig, das müsse der Hubertushof sein. Nach der Dusche und einigen erholsamen Schritten durch den Park gab es dann das verdiente Nachtmahl: Lokal gefangene Forelle aus dem See, kross gebraten mit frischen Kräutern, Salat und Kartoffeln. Welch ein Geschmack. Der Kellner musste wohl gesehen haben, wie nötig ich dieses Essen hatte – im Vergleich zu anderen Essern lag auf meiner Platte die mit Abstand grösste Forelle…

Ich, in Zürich nach Hause radelnd, musste schmunzeln. Den Geschmack auf der Zunge fühlend,entschloss ich mich, diese Forelle musste in der Bratpfanne landen, unbedingt. Eine kluge Entscheidung…

Doch dies war auch kein normaler Donnerstag – ich hatte die grosse Ehre meine Mutter in meiner bescheidenen Wohnung zu haben. Ich freute mich natürlich schon den ganzen Tag darauf (ohne Scherz, ich mag meine Mum!) und selbst sie (Vegetarierin und Kapernverneinerin) musste zugeben, dass das, was da auf meinem Teller lag, echt lecker aussah 🙂

Zutaten

1 Forelle
1 Schalotte
2 EL Kapern, 1 EL Kapernsaft (einfach der Sud in dem die Kapern eingelegt sind)
1 Hand voll frischer Salbei
3 EL Tomatenmark
3 EL Kokosöl
1 EL Olivenöl
125 ml Kokosmilch
Schwarzer Pfeffer
Salz

Zubereitung

  1. Für die Sauce die Schalotte schälen und hacken.
    In einer kleinen Pfanne das Olivenöl verteilen und die Schalotte auf mittlerer Flamme etwa 3 Minuten dünsten.
    Die Kapern mit etwas Kapernsaft und das Tomatenmark dazugeben, etwas Wasser angiessen und das Ganze etwa 5 Minuten leise köcheln lassen.
    Kokosmilch angiessen, pfeffern, salzen und den Salbei mit einer Küchenschere fein dazuschneiden.
    Umrühren, probieren und eventuell nachwürzen.
  2. Das Kokosöl in einer grossen Bratpfanne schmelzen und erhitzen.
    Die Forelle vorsichtig ins Öl legen (du siehst, meine hat nicht gepasst – einfach biegen und einige Sekunden so festhalten) und den Pfannendeckel darüber legen.
    Die Forelle sollte auf jeder Seite etwa 5 Minuten auf höchster Flamme braten – Vorsicht beim Wenden – heisses Öl ist wirklich heiss…
  3. Wenn die Forelle fertig ist, diese auf einen vorgeheizten Teller legen und die Sauce in die Bratpfanne giessen – dadurch kann sie das vom Fisch aromatisierte Fett aufnehmen.
    (diesen Schritt musst du nicht machen, wenn es dir schnell zu ölig wird – ich hab das gerne so).
    Die Forelle dann filetieren.
  4. Die Sause nochmals gut umrühren und den fertig entgräteten Fisch damit garnieren.
    Fertig, guten Appetit!

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