Forelle mit Weisswein, Dill und Mohn

Im Ofen gebratene Forelle mit einem Sud aus eingekochtem Weisswein, etwas Honig und frischem Dill, garniert mit gerösteten Mohnsamen.

Eines schönen Samstags, morgens um 8, schon ein paar Jahre her, habe ich mich auf mein Mountainbike geschwungen, mit dem Ziel, einmal eine Forelle frisch aus der Fischzucht zu kaufen. Da wo ich gewohnt habe, in Oberentfelden, in der Nähe von Aarau, gibt es nämlich gleich zwei davon: Eine an der Aare, Biosuisse zertifiziert, die andere in Uerkheim nach Demeter-Richtlinien.
Ich habe mich aufgemacht, jene in Aarau zu besuchen, wollte mir ansehen, wie das da so ist und wollte einmal erfahren, wie ein richtig frischer Fisch schmeckt.

Für mich war das faszinierend. Ich bin dort angekommen und wurde freundlich begrüsst. Ich habe mich schon gefragt, wo denn da die Fische zum kaufen liegen, da habe ich erfahren, dass die alle noch lebten. Man müsse sich zuerst einen aussuchen, bevor dieser mit einem Stromstoss betäubt und per Kiemenschnitt getötet würde. Das war schon ein spezielles Erlebnis. Ich habe mich zuvor noch nie mit dem Tod der Lebewesen befasst, die ich dann später gegessen habe.

Am Abend habe ich die Forelle dann zubereitet. Weil ich zuvor gesehen habe, wie das Tier herumgeschwommen ist, hatte ich einen viel stärkeren Bezug dazu, schätzte es als Lebensmittel viel wertvoller ein und wollte keinesfalls, dass etwas misslingt. Zu schade wäre es um das schöne Tier gewesen. Für einen, der sich dies nicht gewohnt ist, mag das hart klingen, doch seit da ist mir diese Beziehung wichtig.

Jedenfalls bin ich nächsten Samstag wieder hingefahren. Und auch die Samstage darauf, für mehrere Jahre, bis ich nach Zürich umgezogen bin. Hier habe ich dieses Angebot zuerst vermisst und war hocherfreut, als ich am Samstagmorgen beim Markt am Lindenplatz den Wagen einer hiesigen Fischzucht entdeckt habe, wo ich diese Tradition nun fortsetzen darf Nun lasse ich mir immer wieder neue Rezepte mit der leckeren Forelle einfallen.

Zutaten

1 Forelle
1 Schalotte
2 Zehen Knoblauch
1 Hand voll frischer Dill
1 EL Mohnsamen
2 EL Kokosöl
etwas Olivenöl
wenig Honig
1 Glas Weisswein
Weisser Pfeffer
Salz

 Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
    Ein Backblech mit Backpapier bereitlegen.
  2. Den Knoblauch schälen und mit Hilfe einer feinen Reibe in eine kleine Schale reiben. Das Kokosöl dazugeben, zwei Prisen Salz und etwas Pfeffer hinzufügen und gut vermischen.
  3. Die Forelle innen und aussen mit dem Gewürzöl einreiben, auf das Backblech legen und im Ofen für 20 bis 25 Minuten rösten.
  4. In der Zwischenzeit die Schalotte schälen und hacken.
  5. In einer kleinen Pfanne etwas Olivenöl verteilen und die Schalotte bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten glasig dünsten.
  6. Weisswein dazugeben und auf hoher Flamme reduzieren, bis die Flüssigkeit beinahe wieder verdunstet ist.
    Pfanne vom Herd nehmen.
  7. Den Sud mit Salz und ein wenig Honig abschmecken (es braucht wirklich nicht viel Honig, lediglich um die Säure des Weins auszugleichen).
    Den Dill dazuschneiden und bei geringer Hitze wieder auf den Herd stellen, so dass das Ganze durchziehen kann.
  8. Die Mohnsamen in einer kleinen Pfanne rösten, bis erste Knackgeräusche zu hören sind. Den Mohn dann sofort in eine kleine Schale geben und stehen lassen.
  9. Forelle aus dem Ofen nehmen, filetieren und mit dem Weisswein-Dill-Sud anrichten. Die Mohnsamen darüberstreuen und das Ganze mit Weissem Pfeffer garnieren.
    Fertig, guten Appetit!

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