Garnelen Curry mit Ananas und Kaffirlimette

Schnelles südostasiatisches Curry mit Garnelen, frischer Ananas, Tomaten und Kokosmilch gewürzt mit Kaffirlimette, Kurkuma, Ingwer und Chili.

Die letzten Tage habe ich mich von diversen Currys ernährt und dabei immer wieder festgestellt, dass eine sorgfältige Auswahl der Gewürze sehr wichtig, ja sogar essentiell ist. Einfach eine fertige Gewürzmischung zu verwenden macht den Job meist nur “ungenügend” bis “einigermassen akzeptabel”. Aber ich würde keinen Blog mit Namen “SPICYslice” betreiben, gäbe ich mich mit solchen Resultaten zufrieden.

Ein Curry lebt von Gewürzen und auch Kräutern. Interessant finde ich dabei immer wieder das kulturell geprägte Denken der Menschen. An welche Würzmittel denkst du zum Beispiel, wenn du einer Aubergine ihre Vollendung geben willst?
Nun, der Italiener nähme vermutlich viel Olivenöl, Basilikum, eventuell einen Schuss Balsamico, Rosmarin, Pfeffer, Knoblauch, …
Schon in Nordafrika sähe das ganz anders aus und die Aubergine würde mit Kreuzkümmel und Minze abgeschmeckt.
In Indien wäre der Kreuzkümmel definitiv auch dabei, zusätzlich zu Ingwer, Knoblauch, Schwarzen Senfsamen, Kurkuma, Kokosraspel, Tomatenmark, Tamarinde, …

Siehst du, was ich meine: Was für einen Menschen offensichtlich und alltäglich ist, mag für einen Anderen exotisch und vielleicht sogar abwegig klingen.
Solche Denkweisen versuche ich mir immer als erstes anzueignen, wenn ich mich mit einer neuen Küche vertraut mache. Das ist auch der einzige Grund für mich, Kochbücher zu kaufen: Ich lerne daraus, welche Gewürze wozu und auch wie verwendet werden: Gibt man Kurkuma am Anfang oder am Schluss dazu? Kann man Kaffirlimette mitkochen? Wann kommt der Ingwer in das Gericht? All diese Fragen werden so beantwortet – praktisch wie Kochschule 🙂 .

Interessant an den Küchen der Welt ist auch die Verbindung zur Kultur dieser Menschen. Je nach dem welche Geschichten, welche Umweltbedingungen und welche Traditionen hinter einem Volk stehen haben sich deren Gerichte angepasst, verändert und sind neu entstanden.

So, zurück zum eigentlichen. Was passt zu dem Curry? Bei mir gab’s eine Bratpfanne voll Auberginen und Kochbananenschnitze.
Genial übrigens wenn du zum Curry ein edles Getränk auftischen willst: Kokoswasser.

Zutaten

300 g Garnelen
2 Tomaten
1 Babyananas (oder 1/4 bis 1/2 Ananas)
1 Zwiebel
1 dicke Zehe Knoblauch
1 walnussgrosses Stück Ingwer plus ein bisschen extra für am Schluss
150 ml Kokosmilch
1 TL Kokosöl
2 EL Kokosraspel
1 TL Zitronen- oder Limettensaft
1 TL Palm- oder Kokoszucker
5 Stück Kaffirlimettenblätter (alternativ Limettenschalenabrieb)
2 mal 1/4 TL Kurkuma
1 gestrichener TL Koriandersamen
1 rote Chili oder Pepperoncini
frisches Basilikum
Salz
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Koriandersamen in einer kleinen Pfanne (gut vorgeheizt) etwa 7 Sekunden lang rösten. Dann sofort in ein anderes Gefäss zum Kühlen geben.
  2. Den Knoblauch und die Zwiebel schälen und zusammen mit dem Ingwer fein hacken.
  3. Die Chilischote nehmen, den Stiel entfernen und der Länge nach aufschneiden. Wer sein Curry etwas milder will, nimmt einen Teelöffel und schabt damit die Kerne inklusive der weissen Trennwände aus der roten Schote heraus. Darin ist nämlich das scharfe Capsaicin enthalten.
    Dann den Chili ebenfalls hacken.
  4. In einer Bratpfanne das Kokosöl schmelzen und die gerade eben gehackten Zutaten darin andünsten, bis die Zwiebel glasig aussieht.
    Währenddessen die Tomaten in feine Würfel schneiden und dazugeben, sobald die Zwiebel soweit ist.
  5. Dann die Ananas von ihrer Schale befreien und ebenfalls in feinen Würfeln dazugeben.
  6. Nun die Koriandersamen mahlen und dazugeben. Dann 1/4 TL Kurkuma und 3 Limettenblätter hinzufügen, Das Ganze salzen, den Zitronensaft und Palmzucker dazugeben und gut umrühren. Eventuell ein wenig Wasser angiessen, damit nichts anbrennt und das Ganze etwa 15 Minuten köcheln lassen, so dass daraus eine schöne Sauce wird.
  7. Die Garnelen hinzufügen, gut umrühren und auf mittlerer Flamme die Garnelen gar kochen. Rohe Garnelen färben sich dabei orange – sobald sie so weit sind weitermachen.
  8. Zum Schluss die Kokosraspeln hinzufügen.
    Die letzten beiden Limettenblätter nehmen und den Stiel in der Mitte entfernen. Dann den Rest mit einer Küchenschere fein zum Curry schneiden. Die Kokosmilch angiessen, das Basilikum, und nochmals 1/4 TL Kurkuma dazugeben. Mit einer Küchenreibe etwas Ingwer frisch dazureiben (nur wenig nehmen).
    Das Ganze gut umrühren, probieren und eventuell nachwürzen und salzen.
    Fertig, guten Appetit!

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