Gebratene Garnelen mit Papaya, Zitrone und Basilikum

Scharf angebratene Garnelen mit frischen Papayawürfeln, Zwiebel und Knoblauch, abgerundet mit Zitronenzesten und -Saft und süss-pikantem Basilikum.

Garnelen sollen nur kurz erhitzt werden, da ihr Fleisch bei längerer Garzeit faserig wird und somit den typischen festen und saftigen Charakter verliert. Wichtig ist es deshalb, die Bratpfanne gut vorzuheizen, damit durch die Zugabe der kalten Garnelen der Bratprozess nicht vorzeitig unterbrochen wird. Weil ich für dieses Gericht Olivenöl verwende ist schnelles Arbeiten gefragt: Olivenöl sollte keinesfalls mit in der Pfanne erhitzt werden, da so durch sogenannte Denaturierung der eigentlich gesunden ungesättigten Ölsäure (der Hauptbestandteil des Olivenöls) Transfettsäuren entstehen könnten. Am besten richtest du dich gut ein, bereitest alle Zutaten vor, erhitzt dann die Bratpfanne und gibst erst kurz bevor du die Garnelen in die Pfanne haust das Öl dazu.

Da wir bei uns meist Garnelen aus Vietnam oder Thailand kaufen können, wollte ich das Gericht exotisch belassen und verwende deshalb eine saftige Papaya. Hier ist es von Vorteil die Frucht so auszuwählen, dass sie schon beinahe überreif ist. So wird daraus ohne langes Garen eine Art sämige Sauce zu den Garnelen, welche aber immer noch das volle Aroma der frischen Papaya hat. Beim Kochen mit dieser exotischen Delikatesse verwende ich immer gerne einige der Kerne mit, die das Gericht mit ihrer an Pfeffer erinnernden Schärfe würzen.

Die Zitrone setzt dann einen Ausgleich zu den bisher eher süssen Garnelen und der Frucht. Auch mildert die Zitronensäure den dominant fischigen Geschmack der Meeresfrüchte, indem sie die Struktur der dafür verantwortlichen Aminosäuren ändert.

Das Basilikum, dessen Aroma vor allem von leicht flüchtigen Molekülen kommt, wird deshalb erst am Ende zugegeben. So dient es mit seiner satten, grünen Farbe auch als wichtige Dekoration. Gutes Essen soll ja nicht nur gut schmecken: Bevor man die Speise im Mund hat, muss oder darf man sie anschauen 🙂 .

Zu den gebratenen Garnelen empfehle ich ein Tomatengericht wie zum Beispiel Ratatouille oder auch einen Tomatensalat.

Zutaten

250 g Garnelenschwänze (ungeschält mit Kopf etwa 350 g)
1 kleine Papaya
1/2 Bio-Zitrone
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
Olivenöl
2 frische Basilikumzweige
Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Zwiebel halbieren, die Hälften in feine Ringe schneiden und in einer Schüssel auf die Seite stellen. Den Knoblauch erst einmal auf die Seite legen.
  2. Die Basilikumzweige gut waschen und die Blätter abzupfen. Die Stiele mit einer Küchenschere fein schneiden und zu den Zwiebeln geben.
  3. Eine Bio-Zitrone halbieren, eine Hälfte in den Kühlschrank geben: Sie wird in diesem Rezept nicht benötigt.
    Mit einer feinen Reibe oder einem Zestenreisser etwas Schale abreiben und auf die Seite stellen. Den Saft der halben Zitrone auspressen.
  4. Die Papaya schälen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Dabei aber etwa 1 Esslöffel der Samen zu der Zwiebel auf die Seite legen. Das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
  5. Die Garnelen bereitstellen.
  6. Eine (am besten unbeschichtete) Bratpfanne auf maximaler Heizstufe erhitzen.
    Dann schwungvoll die ganze Fläche der Pfanne mit etwas Öl benetzen und sofort die Garnelen dazugeben und mit zwei Kochlöffeln gut umrühren.
  7. Schnell wird aus den Garnelen Wasser austreten und die Pfanne abkühlen. Die erst glasig, durchsichtigen, gräulichen Garnelen werden nun rosa bis rot. Sobald sie ihre ursprüngliche Farbe ganz verloren haben die Zwiebel mit den Papayakernen und den Stielen des Basilikums dazugeben und weiterhin gut umrühren.
  8. Nach etwa 1 Minute etwa einen Teelöffel Zitronensaft und die Papaya dazugeben. Ebenfalls das Ganze salzen und mit etwas Pfeffer würzen.
  9. Nach einer weiteren Minute die Pfanne vom Herd nehmen.
    Mit einer feinen Reibe oder der Knoblauchpresse den Knoblauch hinzufügen, Zitronenschale dazugeben und das Ganze mit den Basilikumblättern garnieren.
  10. Nochmals gut umrühren, probieren, eventuell nochmals salzen oder Zitronensaft dazugeben und dann mit frisch gemahlenem Pfeffer servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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