Geschmorter Fenchel und Wurzelpetersilie an Tomaten Safran Sauce

Fenchel zusammen mit Wurzelpetersilie in einer milden Tomatensauce geschmort und mit Kokosmilch, Safran und Dill vollendet.

Fenchel schmeckt süsslich, wobei er gekocht etwas milder und süsser ist, als roh. Auch die Wurzelpetersilie trägt zur Süsse bei. Diese Süsse wird unterstützt von den Tomaten, die den Geschmack dieser Beilage aber auch mit ihrer Säure ergänzen. Das längere Schmoren der Tomaten wandelt die in ihnen enthaltene Glutaminsäure in natürliches Glutamat um, die dritte wichtige Komponente des Geschmacks: Glutamat schmeckt “Umami”, also vollmundig. Der Safran, gelöst in Kokosmilch, verbindet alle Komponenten miteinander und fügt eine kaum wahrnehmbare Bitterkeit hinzu. Die frischen Dillspitzen geben dem Gericht noch etwas Farbe und passen mit ihrem mild-süsslichen Geschmack ebenfalls hervorragend zu Safran und Fenchel.

Fenchel ist übrigens ein tolles Gemüse: Vielseitig anwendbar verwöhnt es unseren Verdauungsapparat: Das schon in der Antike beliebte Gemüse wirkt krampflösend und hilft beim Aufbau und der Instandhaltung gesunder Schleimhäute.
Dabei sind auch seine Inhaltstoffe beachtenswert: Hohe Mengen an Vitamin C sorgen für ein gutes Immunsystem. Bei den Mineralstoffen sind allen voran das enthaltene Calcium und Eisen zu erwähnen.

Auch der Safran unterstützt die Verdauung, mildert Schmerzen aller Art und entspannt die Muskeln. Wegen der anregenden Wirkung auf den Kreislauf und den Stoffwechsel ist Safran auch ein tolles Wintergewürz, weil dadurch der Körper mehr Wärme produziert.

Ich habe das Gericht zusammen mit einem Fisch aus dem Ofen verspeist – was ich auch herzlichst empfehlen kann. Empfehlen kann ich es aber auch zu einem Omelett oder zu gedämpftem Geflügel – beides harmoniert gut mit dem Safran und die Sauce lässt sich so auch gleich noch dafür verwenden.

Zutaten

1 Fenchelknolle (etwa 250 g)
etwa 150 g Wurzelpetersilie
2 Tomaten
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
125 ml Kokosmilch
1 TL Kokosöl
1TL Aceto Balsamico
2 bis 3 Zweige frischer Dill
1 Prise Fenchelsamen, im Mörser zerstossen
1 Prise Safranfäden
1 Prise Zimt
1 Prise Salz
weisser Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kokosmilch in ein Gefäss oder eine Tasse giessen und die Safranfäden darin einlegen. So lässt sich der Geschmack optimal herauslösen, ohne das kostbare Gewürz zu erhitzen (und die Aromen so beinahe gänzlich in der Luft zu verteilen 🙂 ).
  2. Das Kokosöl in einer Pfanne schmelzen und erhitzen. Zwiebel und Knoblauch hacken und im Öl während drei Minuten langsam glasig dünsten.
  3. Die Wurzelpetersilie in Spalten schneiden.
    Den Fenchel der Länge nach halbieren und dann in dicke Streifen schneiden. Beide Gemüse in die Pfanne geben, gut umrühren und zugedeckt für etwa 5 Minuten dünsten.
  4. Die Tomaten in Würfel schneiden und zusammen mit etwas Balsamico, den zerstossenen Fenchelsamen und Salz dazugeben.
  5. Das Ganze soll nun etwa 15 Minuten auf niedriger Flamme zugedeckt schmoren. Danach den Deckel entfernen und die Flüssigkeit unter grosser Hitze beinahe gänzlich verdampfen lassen.
  6. Nun die Kokosmilch mit dem Safran hinzugeben und sofort die Herdplatte ausschalten – das Gericht sollte nun wegen der leicht flüchtigen Aromen des Safrans nicht mehr kochen.
  7. Die frischen Dillzweige mit einer Küchenschere fein dazu schneiden, etwas Zimt hinzugeben (nur wenig, da er sonst den Safran im Geschmack überdeckt).
    Nochmals gut umrühren und probieren: Eventuell nachwürzen.
  8. So schnell wie möglich, garniert mit etwas Dill und weissem Pfeffer servieren.
    Fertig, guten Appetit!

1 Kommentar

  1. Habe heute dieses Rezept ausprobiert und obwohl ich keinen Fenchelsamen hatte, war es wieder köstlich. Es macht Spaß nach deinen Rezepten zu kochen☺ weiter so

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