Kochbananen Curry mit Kokosnuss und Papaya

Mildes Gemüsecurry aus Kochbanane, Papaya und frisch geraspelter Kokosnuss, gewürzt mit Curryblättern, Zimt, Nelken, Kurkuma und Papayakernen.

An diesem Gericht hab ich meinen Mixer zerstört… Das Fruchtfleisch der Kokosnuss hat ihm wohl oder übel den Rest gegeben – aber ich hab’s kommen sehen, denn das eher billige Modell zeichnete sich durch einige schwache Plastikverbindungen aus. Ich bin sonst immer schnell missmutig gestimmt, wenn mir sowas kaputt geht (schon wieder viel Geld hinblättern… das Leben ist teuer), doch nach dem Probieren des fertigen Currys musste ich schlicht und einfach zugeben, dass es das wert war – kauf ich halt einen neuen Mixer, der dann mit dem Kokos-Fruchtfleisch zurechtkommt, denn dieses Curry gab’s bestimmt nicht zum letzten Mal!
Haha, ich bin gespannt was der Händler sagen würde, wenn ich mit einer frisch ausgeschlachteten Kokosnuss daherkäme und einen Testmix verlangen würde: “Ich kauf’s nur wenn er das hinkriegt!” 
🙂

Nein, eine Kokosnuss wäre ja eigentlich keine “Mission Impossible” für so ein Gerät, es lag halt einfach an dem billigen, empfindlichen Kunststoff.

Du fragst dich vielleicht, warum es auf Spicyslice so oft Curry gibt. Nun, dafür habe ich mehrere Gründe: Ich liebe es, die verschiedenen Gewürze vor mir zu haben, mich damit auseinander zu setze, was da wohl passen könnte und wie ich diese Sachen am besten einzusetzen habe. Für Leute mit Verdauungsproblemen ist diese Vielzahl auch gut, da das Zusammenspiel der Zutaten meist eine sehr beruhigende Wirkung hat (siehe Ayurveda). Da ich mich zusätzlich bei sogenannten FODMAPs (fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols; auf Deutsch: Fermentierbare Oligo-, Di-, und Monisaccharide und Polyole) einschränken muss, ist die Kokosnuss etwas ganz tolles für mich.

Hä…?

Erklärung: Diese fermentierbaren Kohlehydrate zählen alle zu den präbiotischen Inhaltsstoffen: Inulin, Fructose und dergleichen Moleküle dienen unseren Darmbakterien als Futter. Manche Menschen reagieren darauf aber besonders empfindlich. Was kann man also tun, damit die Nützlinge in unserem Körper nicht verhungern? Kokosnuss essen! Die kurzkettigen, gesättigten Fettsäuren dieses Superfoods (jawoll, Kokos stellt für mich eine Ausnahme in der ganzen Liste leerer Versprechungen dar, welche von diversen als Superfood angepriesenen Exoten verbreitet werden) übernehmen nämlich die Rolle des Bakterienfutters. Mehr noch: Schädlinge im Darm können sich davon nämlich nicht ernähren und leiden Hunger 🙂 . Tja, Pech gehabt!

Naja, gut, dann lass uns mal die Pfannen schwingen. Auf dass eure Mixer stark seien, die Bakterien sich freuen und das Curry gut wird! Auf in die Küche…

Zutaten

1 Kochbanane
1 Kokosnuss (bzw. die Hälfte davon, alternativ 4 EL getrocknete Kokosraspel)
1 kleine Papaya
1 dicker TL Kokosöl
1 TL Aceto Balsamico
1 TL Kokosblütenzucker (oder sehr dunklen Rohzucker)
10 Curryblätter
1/2 TL Kurkuma
1 TL Schwarze Senfsamen
2 cm einer Zimtstange
4 Nelken
Salz
Schwarzer Pfeffer
eventuell Currypulver “Madras”

Zubereitung

  1. Zuerst schälst du die Banane. Dazu nimmst du am besten ein kleines Messer und ziehst mehrere, etwa 2 Millimeter tiefe Ritzen der Länge nach über die Frucht – rund herum. Mit den Fingernägeln kannst du die Ritzen dann vergrössern und die Schale dann entfernen.
    Dann die Banane in etwa 5 Millimeter dicke Scheiben schneiden.
  2. Die Kokosnuss öffnen: Ein Loch in eine der drei Vertiefungen schlagen, das Wasser auslaufen lassen, dann die Nuss mit dem Hammer aufschlagen und die Hälfte mit Schale in den Kühlschrank geben.
    Von der anderen Hälfte das Fruchtfleisch ausschaben und in einem Mixer fein raspeln.
  3. Zimtstange, Nelken und Senfsamen in einer kleinen Pfanne kurz rösten und dann im Mörser mahlen.
  4. Das Kokosöl in einer kleinen Pfanne schmelzen und erhitzen, die Banane hinein geben und etwa 2 Minuten stark anbraten, so dass sie sich rund um ein bisschen bräunt und Röstaromen entstehen können.
  5. Jetzt (Schritt 4) muss alles schnell gehen:
    Curryblätter dazugeben, kurz umrühren (10 Sekunden).
    Die frisch gemahlenen Gewürze dazugeben, Kurkuma hinzufügen, Salzen (2 Prisen), Balsamico dazugeben, Zucker dazugeben, einmal umrühren,
    mit etwa 1 Deziliter Wasser ablöschen.
  6. Kurz Relaxen 🙂 : Kokosnuss dazugeben und alles so etwa 5 Minuten auf mittlerer Stufe mit Deckel drauf köcheln lassen.
  7. Die Papaya schälen und der Länge nach halbieren. Von den Kernen etwa 2 Esslöffel ins Curry geben (den Rest der Kerne kannst du wegschmeissen oder für Fruchtsalate verwenden), das Fruchtfleisch in Würfel schneiden und dazugeben.
  8. Nochmals gut umrühren, dann etwa 10 Minuten köcheln lassen bis die Banane gar ist.
  9. Deckel entfernen und die Restflüssigkeit unter mehrmaligem Umrühren einkochen lassen.
  10. Probieren, eventuell nachwürzen und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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