Kochbananen Curry mit Tomate und Kokosnuss

Gebratene Kochbanane mit gerösteten Senfsamen, Zimt, Nelken und Curryblättern in einer Sauce aus Tomate und frisch geraspelter Kokosnuss.

Es gibt mit Sicherheit ein Gemüse bei dem ich aus voller Überzeugung sagen kann, je gammliger, desto besser! Die Kochbanane. Beim Einkauf schaue ich immer, wie gelb oder besser noch schwarz sie aussen schon ist – ein bisschen Schimmel an den Schalenende ist noch besser (nein, echt, kein Witz!). Und wenn sie dann in der Hand unter leichtem Druck ein wenig nachgibt, dann bin ich Glücklich  🙂 . Gestern war wieder so ein Tag, an dem ich mich auf eine solch leckere, reife Kochbanane freuen durfte.

Und gestern hatte ich die auch schwer verdient – nach gleich zwei Modulprüfungen, Systematik der Wirbeltiere & Pflanzen und Verhaltensbiologie verlangt ein ermüdetes Studentenhirn nach Kohlehydraten… Kochbanane…

Ich weiss eh nicht, warum die nicht viel öfter gegessen wird. Jedes Kind isst heute die normalbekannte Obstbanane. Damit sind die Regale in den Supermärkten ja oft auch randvoll belegt, doch die Kochbanane findet man viel seltener und viele kennen die gar nicht.

Eigentlich mag ich ja gar keine Bananen – also die typischen. Ich bin ja im Tirol zur Welt gekommen und als Baby konnte ich Banane essen bis zum geht nicht mehr. Wir hatten da auch so einen Lieferanten (einen Importeur glaube ich…) der uns immer welche brachte. Und irgendwann eines schönen Tages wollte der kleine Simon die Banane einfach nicht mehr essen. Seit dem bin ich eigentlich abstinent, ja mag sie nicht einmal riechen. Bis ich die Kochbanane entdeckt habe.

Zutaten

1 Kochbanane, vollreif
1 faustgrosse Tomate
1 frische Kokosnuss
(achte beim Kauf darauf, dass sie möglichst schwer in der Hand liegt und beim Schütteln ein deutliches Gluckern von sich gibt)
1 Schalotte
1 haselnussgrosses Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 TL Kokosöl
1 TL Aceto Balsamico
1 TL Kokos-, Palm- oder Rohzucker
10 Curryblätter
Zimtpulver
Kurkuma
1 TL Schwarze Senfsamen
4 Nelken
Salz

Zubereitung

  1. Senfsamen und Nelken in einer kleinen Pfanne rösten, bis die Senfsamen zu knacken beginnen, dann gleich in einen Mörser geben und fein mahlen.
  2. Von der Banane die beiden Enden abschneiden und die Schale rundum der Länge nach 3 bis 4 Mal einritzen (nicht zu tief gehen, nur die Schale). So lässt sich die Schale viel einfacher abziehen.
    Dann die geschälte Banane in etwa 1 cm dicke Rollen schneiden.
  3. Ingwer, Knoblauch und Schalotte fein hacken.
  4. In einer kleinen Pfanne das Kokosöl schmelzen und die Bananenstücke, Ingwer, Knoblauch und Schalotte darin von allen Seiten etwa 5 Minuten braten.
  5. Curryblätter, die gemahlenen Gewürze, etwas Zimt und Kurkuma, 1 Prise Salz, Zucker und Balsamico hinzufügen.
  6. Tomate in Würfel schneiden und dazugeben. Etwas Wasser angiessen und das Ganze auf mittlerer Stufe köcheln lassen.
  7. Kokosnuss öffnen:
    Zuerst zwei der Löcher oben einstechen – eines davon lässt sich problemlos mit einem Messer einstechen, das Zweite mit Schraubenzieher und Hammer.
    Dann das Kokoswasser auslaufen lassen und trinken  🙂 .
    Mit dem Hammer nun die Kokosnuss entlang des “Äquators” bearbeiten, bis sich eine schöne Ritze bildet und du zwei Hälften vor dir hast.
    Jetzt eine Hälfte für später in den Kühlschrank geben, von der Anderen Hälfte das Fruchtfleisch mit einem Messer herausholen (ist ein bisschen mühsam…).
    In einem Mixer kannst du das Fruchtfleisch nun zu feinen Raspeln verarbeiten.
  8. Die frisch geraspelte Kokosnuss nun zum Gemüse geben – alternativ benutze 4 EL Kokosraspel.
  9. Eventuell nochmals etwas Wasser hinzufügen, dann das Ganze 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, gut umrühren, probieren, eventuell nachwürzen und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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