Kohlrabisalat mit Granatapfel, Nüssler und Hanf

Kohlrabi in feinen Stiften mit rubinroten Granatapfelkernen, Ciccorino Rosso, Nüsslisalat und gerösteten Kürbiskernen und Hanfsamen.

Jetzt kommt der Hanfsamen. Eine alte Liebschaft, die ich beim Lesen eines Artikels über die wertvollen Inhaltsstoffe der kleinen Kerne der Hanfpflanze wieder entdeckt habe. Ich sag’s euch Leute: Vergesst Chia, vergesst Leinsamen, vergesst Lucuma, vergesst Baobab und all die anderen Superfoods, die vor allem einfach superteuer sind: HIER KOMMT DER HANF!!!

Ich schreibe jetzt einfach mal auf, was mir spontan dazu in den Sinn kommt – warum Hanf alle anderen pflanzlichen Superfoods um Längen schlägt:

Hanf wächst überall: Man muss nicht Chiasamen aus Peru oder von wo auch immer über weite Strecken importieren.

Hanf ist eines der ganz wenigen pflanzlichen Lebensmittel, welches alle essentiellen Aminosäuren gleichzeitig enthält – und das erst noch in für uns idealen Verhältnissen. Dies erreicht der gesunde Esser sonst nur durch geschicktes Kombinieren verschiedener Pflanzen.

Hanf enthält im Gegensatz zu den allermeisten anderen Nüssen und Kernen hohe Mengen an Omega-3-Fettsäuren.
Aber es kommt noch besser: Im Gegensatz zum Leinsamen oder zu Chia, die vor allem die a-Linolensäure enthalten (diese wird vom Körper zu b- und y-Linolensäure umgewandelt; aber leider nur mit 5 % Effizienz. Der Rest wird einfach verbrannt…). Im Hanf befindet sich aber ein Grossteil an der sonst nur in fettreichem Fisch enthaltenen y-Linolensäure!

Hanf enthält ein für Menschen ideales Verhältnis verschiedener Fettsäuren.

Hanf liefert viele Vitamine und Mineralstoffe, die sonst in anderen Lebensmitteln niemals so konzentriert vorliegen.

Hanf enthält, im Gegensatz zu ALLEN ANDEREN Getreiden, Hülsenfrüchten, Nüssen und Kernen keine Phytinsäure. Phytinsäure ist ein Enzymblocker, welcher nach dem Verzehr von Samen verhindert, dass dein Verdauungssystem die Proteine, Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen kann – mehr noch, Phytinsäure erschwert auch die Verdauung anderer Sachen, die du in der gleichen Mahlzeit zu dir genommen hast. Das bedeutet, dass du aus den Hanfsamen auch wirklich alle Nährstoffe aufnehmen kannst!
Andere Samen müsstest du zuerst für 8 bis 12 Stunden einweichen oder sogar ganz keimen lassen, damit wenigstens ein Teil der Phytinsäure abgebaut wird.

Die harten Schalen der Hanfsamen verhindern, dass beim Rösten die empfindlichen Fettsäuren im Innern oxidieren. Nach dem Rösten sind die kleinen Vitaminbomben ur-lecker und knusprig.

Also, du hast jetzt allen Grund, den Hanfsamen ab sofort in deine tägliche Ernährung zu integrieren!

Zu diesem Salat passen hervorragend Currygerichte oder eine Tajine (geschmortes, orientalisches Gericht).

Zutaten

1 Kohlrabi
1 Granatapfel
1 Hand voll Nüsslisalat
einige Blätter Ciccorino Rosso
1 EL Kürbiskerne
20 g Hanfsamen, ungeschält (gibt’s im Bioladen)
20 g Aceto Balsamico
20 g Zitronensaft (entspricht 1/2 Zitrone)
15 g Hanföl (alternativ Kürbiskernöl oder Leinöl)
1 Prise Fenchelsamen, zerstossen
1 Prise Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Kohlrabi schälen und mit einem Gemüsehobel und Julienne-Aufsatz, oder dem Sparschäler fein verarbeiten. Das Gemüse in eine Schüssel geben.
  2. Den Granatapfel quer halbieren, mit der flachen Seite auf die Hand legen und mit einem Löffel fest, rundum auf die Schale klopfen – dadurch fallen die Kerne ohne die weissen Trennwände heraus. Alles in die Schüssel zum Kohlrabi geben.
  3. Ciccorino Rosso in Fetzen reissen und zusammen mit dem Nüsslisalat ebenfalls in die Schüssel geben.
  4. Hanf- und Kürbiskerne in einer kleinen Pfanne rösten, bis sich die Kürbiskerne aufblähen und zu knacken beginnen, dann sofort in die Schüssel geben.
  5. Aus Balsamico, Zitronensaft, Öl, Salz, Pfeffer und Fenchelsamen ein Dressing mischen und über den Salat geben.
  6. Alles gut vermischen und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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