Kürbiskernöl Guacomole

Nussig-frischer Dip aus cremig gerührter Avocado mit Kürbiskernöl, einigen Tropfen Aceto Balsamico, mit Dill und Kürbiskernen garniert.

Eine meiner neuesten Küchenlieben sind Kürbiskerne und natürlich auch das daraus gewonnene Kürbiskernöl. Kürbiskernöl würde, ginge es nach mir, den ersten Preis diverser Schönheitswettbewerbe der Kategorie schönstes Öl gewinnen: Tiefgrün, beinahe schwarz verbreitet es seinen intensiv nussigen Duft in der ganzen Küche. Es setzt also nicht nur tolle farbliche Kontraste, sondern schmeckt auch hervorragend in Pesto, Salaten und als gewisses Extra in warme Speisen eingerührt. Zum Braten ist es aber nicht geeignet, da es vor allem doppelt ungesättigte Omega-6-Fettsäuren enthält.

In diversen Paleo-Foren wird dieses Omega-6 verteufelt. Intensive Recherchen meinerseits müssen dieser Ansicht leider Recht geben: Ein zu hoher Verzehr dieser sogenannten Linolsäure (nicht zu verwechseln mit der Linolensäure, welche zu den Omega-3-Fettsäuren gehört) kann Entzündungen im Körper fördern. Das bedeutet, ein erhöhtes Risiko für Arthrose, oxidativen Stress, Kopfschmerzen, etc.
Das klingt zuerst alles unglaublich schlecht. Aber…
Genau beim Kürbiskernöl überwiegen die Vorteile vieler weiterer Inhaltsstoffe. So enthält das wertvolle grüne Gold Chlorophylle, Antioxidantien und Vitamin E in rauen Mengen. Für Männer ergibt sich ein weiterer Vorteil: Kürbiskernöl stärkt nämlich die Prostata und damit die Potenz! Also liebe Jungs, greift zu!

Kürbiskernöl kommt vor allem aus der Steiermark, einem wunderschönen Bundesland Österreichs. Dafür wird eine ganz spezielle Kürbissorte verwendet, nämlich der Steirische Ölkürbis. Die Samen werden schonend bei niedriger Temperatur geröstet und das Öl dann oft in kleinen, handwerklichen Mühlen aus der Saat gepresst. So gehört das leckere Öl in vielen lokalen Hofläden zum Standardsortiment.

Gut, zurück zum Rezept: Das Öl, welches mir meine liebe Mutter geschenkt hat, verwende ich in letzter Zeit ziemlich oft. So hat es sich ergeben, dass ich beim Mixen des Salatdressings dieses Avocadomousse neben mir stehen hatte und ich dachte mir sofort: “Warum nicht?” Als ich dann gemerkt habe, dass das ganze hervorragend passt und das Mousse dabei noch cremiger geworden ist, gab’s gleich noch einen Schuss extra! Lecker 🙂

Besonders empfehlen kann ich dazu einen gebratene Forelle – das gab’s auch bei mir. Aber auch als Dip für im Ofen geröstete Kürbisspalten oder Chips ist das Zeug eine Wucht.

Zutaten

1 Avocado
1 EL Kürbiskernöl
1/2 TL Aceto Balsamico (ja, das reicht völlig)
1 EL Kürbiskerne
2 kleine frische Dillzweige, fein geschnitten
1 Prise Paprikapulver
schwarzer Pfeffer
1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Die Avocado der Länge nach halbieren, den Kern raus nehmen (am einfachsten ist, wenn du in den Kern beisst und ihn dann einfach rausziehst – ausser natürlich, du kochst auf für andere…).
    Dann mit einem Löffel das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben.
  2. Von den Kürbiskernen den grössten Teil fein hacken und zusammen mit den Kürbiskernöl, Balsamico, Paprika, Pfeffer, Salz und Dill zur Avocado geben. Dann diese mit einer Gabel cremig drücken und rühren.
  3. Zum Schluss das Ganze noch mit ein paar Kürbiskernen, Dill und einigen Tropfen Kürbiskernöl dekorieren und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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