Mangosenf mit Rosmarin

Selbst gemachter Mangosenf aus Gelber Senfsaat und Apfelessig, aromatisiert mit Mangopüree und frischem Rosmarin.

Ich kaufe aus Prinzip keine leeren Gläser. Trotzdem brauchte ich ein ganz spezielles Glas. Nicht zu gross, nicht zu schmal, so sollte es sein. Ideal zum Mitnehmen von selbst gemachtem Salatdressing. Die Aufgabe war es also, zuerst ein Glas mit Füllung zu kaufen, wovon sowohl das Glas, als auch die Füllung gut war. So wurde es ein äusserst leckerer Feigensenf. Da habe ich eine alte Liebe wieder gefunden.

Senf ist köstlich, wenn man ihn richtig isst und vor allem ein gutes, nicht zu salziges Produkt hat. Genau das war der Fall. Biologisch angebaut, kaum zusätzlich gesüsst, von milder Schärfe und wahnsinnig aromatisch. Bald war das Glas leer, Ziel erreicht…

Doch nun vermisste ich den guten Senf. Leider war dieser auch nicht gerade günstig und so musste ich selbst ran an die Küchenhelfer, mir einen Eigenen kreieren. Die Entscheidung nach dem Aroma war schnell gefallen, war doch im Kühlschrank noch das Glas mit Mangopüree, welches dringend aufgebraucht werden sollte. Wegen der Haltbarkeit ist das absolut kein Problem, denn Senfsamen konservieren.

Süsslicher Senf aller Art ist mittlerweile weit verbreitet. Längst hat sich die Würzpaste vom Alltagsprodukt zur Edelware gemausert und die Menge an Varianten, die auf Märkten und in erlesenen Geschäften zu kaufen sind, scheinen keine Grenzen zu kennen: Von Kräutern über Spirituosen, hin zu Obst und Gemüse. Ich habe darauf hin auf mein eigenes Grundrezept zurückgegriffen, über der Waage Handgelenk mal Pi verschiedene Zutaten ins Glas gegeben (dabei alles aufgeschrieben), immer wieder probiert, bis ich schliesslich zufrieden war.

Zutaten

100 g Gelbe Senfsamen
100 g Mangopüree
100 g Apfelessig (eventuell etwas mehr)
1 EL frische Nadeln vom Rosmarin
1 bis 2 TL Salz

 Zubereitung

  1. Die Senfsamen musst du zuerst mahlen. Dazu entweder eine kleine Mühle, den Mörser oder einen starken Mixer verwenden und die Körper zu einem feineren oder gröberen Pulver verarbeiten.
    Alternativ gibt es schon fertiges Senfmehl zu kaufen.
  2. Den frischen Rosmarin fein hacken und danach im Mörser so gut wie möglich weiter zerstossen.
  3. Senfmehl und Rosmarin in ein Gefäss geben, das Mangopüree und den Apfelessig hinzufügen und je nach Geschmack mit ein bis zwei Teelöffeln Salz abschmecken.
    Das Ganze gut mischen und danach verschlossen etwa 2 Wochen kühl (nicht im Kühlschrank) reifen lassen. Dabei geht die beissende Schärfe frisch gemahlener Senfsamen verloren und der Geschmack kann sich ganz entfalten.
  4. Eventuell musst du später nochmals etwas Apfelessig oder Wasser hinzufügen. Magst du einen cremigen Senf, kannst du nach einer Woche das Ganze nochmals in den Mixer geben. Die Senfkörner lassen sich dann nämlich leichter pürieren.
  5. Nach der Reife im Kühlschrank aufbewahren.
    Fertig, guten Appetit!

2 Kommentare

  1. Beim Senf-Mahlen hatte ich immer Schwierigkeiten: Die Kaffeemühle mochte ihn nicht, die Getreidemühle hat auch ewige Kurbelei verlangt, der Mörser taugt nur für Kleinstmengen an Senfkörnern.
    Im Mixer fliegen die Körner Kunstflug, werden aber kaum zu Staub, fertig gemahlenes Senfmehl dürfte schnell Aroma verlieren.
    Was ganz gut geht, und schließlich auch mit dem Mixstab, ist das Einweichen des Senfs, für etliche, gerne auch 24 Stunden. Ich selbst nehme Weinessig, Rot, weiß, mit oder ohne Kräuter & Gewürzen, je nachdem.

    LG

    1. Da hast du schon recht.
      Ich habe früher meine Mohnmühle verwendet – ist ein ziemlicher Kraftakt.
      Mittlerweile habe ich eine kleine Steinmühle die mehr oder weniger dafür gemacht ist. Damit geht das ruckzuck!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.