Mohn Pancake

Luftiger Paleo Pancake aus gemahlenem Mohn, Kokosmehl, Kokosmilch, Honig und Ei. Sehr lecker, beinahe Low Carb und frei von Getreide & Milch.

Heute, am letzten Sonntag dieses Winters, schmücke ich meinen Frühstücksteller mit diesem ausgezeichneten Pfannkuchen.

Lustig, erst jetzt bemerke ich, dass die Zutatenliste so toll zu mir passt… Österreichisches Fundament (Pfanne und Mohn), ein rechtes Stück Weltenbürger (Kokos), irgendwie aber auch ein Schweizer (Eier), mit besonderer Liebe zu Italien (Haselnussöl aus dem Piemont) und Frankreich (Meersalz)… So als kleine Bemerkung am Rande.

Ok, mit diesem Pfannkuchen-Rezept dürften vor allem die Österreicher, oder jene, die deren Küche lieben bedient sein. In der süssen österreichischen Küche nämlich sind die kleinen, dunklen Mohnsamen eine beliebte Zutat. Dass das eine Tatsache ist, zeigt nicht zuletzt die neben der Kaffeemühle aufgestellte Mohnmühle am Ausgang meines “Stamm-Merkur-Supermarktes.
In diversen Cafés und Restaurants verwöhnt man sich mit Mohnzelten, Mohnstrudel, Mohnnudeln, Mohnknödeln, Mohn-was-auch-immer…

Mohn gehört übrigens schon recht lange zum menschlichen Speiseplan. Schon 6000 Jahre vor Christus erfreute und die Pflanze. Viertausend Jahre später sprachen die Sumerer von der “Pflanze der Freude”. Bis dahin brauchte man aber eher den Saft der nicht ausgereiften Samenkapseln – seine berauschende Wirkung ist durch Opium oder dem synthetisch hergestellten Morphium bekannt.
Nicht jeder aber weiss, dass es sich bei dem in Österreich und Deutschland beliebten blauen und grauen Mohn um Varietäten des auch für die Drogenproduktion kultivierten Schlafmohn handelt. Aber keine Angst, die Menge an Opiaten, die du durch den Verzehr der kleinen Powerpakete zu dir nimmst ist verschwindend klein: Laut eines deutschen Test-Instituts müsste ein normaler Mensch etwa 6 Kilogramm (!!!) Mohnsamen verdrücken, um in einen akut gesundheitsschädlichen Zustand zu kommen – falls du jetzt sagst, du würdest dies locker hinbekommen, bitte melde dich für das nächste Wettfressen an – du könntest echt gut werden… 🙂

Mohnsamen sind also nur in kleinsten Mengen mit Morphin belastet. Dafür aber gehören sie zu den mineralstoffreichsten essbaren Samen: Vergiss Milchprodukte, schon ein kleiner Esslöffel Monsamen hat mehr davon als ein Glas Milch. Nicht nur das: Der hohe Magnesiumgehalt sorgt dafür, dass du das Calcium auch tatsächlich verwerten kannst. Im Gegensatz dazu enthält Milch nur wenig Magnesium, weshalb dann wiederum das Calcium für die Katz’ ist.

Um das nochmals anders zu sagen: 100 g Mohnsamen decken oder überschreiten den Tagesbedarf an Calcuim, Eisen, Magnesium, Kalium und enthalten ziemliche Mengen an sonst eher seltenen B-Vitaminen.

Ok, zurück zum Pancake: Bei mir gab’s dazu, und das passte wirklich hervorragend, ein Aprikosenkompott (der Österreicher sagt Marillen). Aber auch Pflaumen oder Zwetschen und natürlich Äpfel passen gut.

Zutaten

10 g Mohnsamen, gemahlen (das geht in einer Mohnmühle oder mit einem Mörser)
10 g Kokosmehl
40 ml Kokosmilch, verdünnt mit 40 ml Wasser
2 Eier
1 TL Honig (da darfst du dick auftragen – alles was auf einen Teelöffel passt 🙂 )
1 Prise gemahlene Vanille
1 Prise Zimt
1 kleine Prise Salz
1 EL Haselnussöl (ein mildes Olivenöl geht auch)

Zubereitung

  1. Gemahlene Mohnsamen mit der verdünnten Kokosmilch, dem Kokosmehl, Eiern, Honig, Salz, Vanille und Zimt vermischen.
  2. Die Herdplatte vorheizen und das Öl in die Mitte einer Omelettenpfanne giessen.
  3. Die Pfanne auf der heissen Platte 15 Sekunden aufheizen und dann die Pancake Masse   in die Pfanne giessen. Das geht so: Zuerst in die Mitte der Pfanne, schön auf das Öl drauf. Jetzt breitet sich logischerweise der Teig gegen aussen aus und du giesst den Rest der Pfannkuchenmasse in Kreisen immer zwischen Pfannenmitte und Teigrand, bis nichts mehr in der Schüssel ist.
    Am Rand der Pfanne sollte jetzt noch ganz wenig Öl zu sehen sein. Falls nicht, beim nächsten Mal etwas mehr Öl nehmen.
  4. Dann den Pfannkuchen auf mittlerer Heizstufe braten, bis dessen Oberfläche nicht mehr feucht aussieht. Achtung, wenn die Hitze zu gross ist, verbrennt der untere Teil während der Obere noch nicht fertig ist.
  5. Den Pancake auf einen Teller gleiten lassen und den Teller ruck-zuck über die Pfanne drehen, so dass der Pfannkuchen auf der noch nicht gebratenen Seite wieder in der Pfanne landet.
  6. Nochmals etwa 2 Minuten braten lassen, dann wieder auf den Teller geben und mit Obstkompott, oder was auch immer dir darauf schmeckt servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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