Okraschoten mit Ananas, Tomate und Kokos

Halbierte gebratene Okraschoten mit Ananas, Tomate und geraspelter Kokosnuss mit eigener, frisch gerösteter Currymischung.

…Wir sollten ja alle mehr lachen im Leben… 😀 

Das ist mir gerade durch den Kopf gegangen, wie ich an gestern Abend zurückdenke und mich dabei an die schleimigen Okraschoten erinnere… “Mami, da isch gruuusig”, hätte ich vielleicht gesagt… Vielleicht wäre ich aber auch begeistert ans Spielen gegangen, denn eines meiner Regenwetterhobbys war es, eine kleine Schnecke mit Haus (die anderen fand ich wirklich gruusig) bis in die Schule zu tragen, sie dort freizulassen, um sie dann beim Nachhauselaufen wieder an ihren alten Standort zu bringen. Genau so fühlt sich der Schleim von Okra an.

Was beim Abwaschen von Messer und Schneidbrett den einen oder anderen stören könnte, macht sich gekocht im Essen dafür umso besser: Der Schleim verändert nämlich da seine Struktur, wird eher wie Gelatine und bindet Flüssigkeit. Das ergibt eine fantastisch leckere Sauce  😛 

Gestern Abend habe ich das gekocht. Es muss es mir offensichtlich wert gewesen sein, denn obwohl ich am Samstag nur selten einkaufen gehe, machte ich mich am Nachmittag nochmals auf den Weg – zu Fuss 30 Minuten bis zum Inder – ein Klacks… Doch nach kurzer Zeit begann es zu Regnen und da ich das Haus bei strahlendem Sonnenschein verlassen habe, war ich total schlecht ausgerüstet. Naja, ich bin nicht zurückgegangen, um Schirm oder sonst was zu holen… Bis zum Inder war ich schon pudelnass und zittrig, aber da hat es draussen erst richtig angefangen.  Ich glaube, so fest hat es bei uns dieses Jahr noch nie geregnet. Ich hab dann das Säckli, beziehungsweise meine mit Okraschoten gefüllte Baumwolltasche angeschaut und gefunden, dass dies doch ein teurer Einkauf war… Zwar nur etwa 1.50.- für den halben Kilo, aber die Motivation jetzt wieder nach Draussen zu gehen war mittlerweile im Keller oder noch tiefer 🙁 

Bis ich wieder zu Hause war, war ich dann richtig nass. Ich habe mich dann schon vor der Tür draussen ausgezogen (bis auf die letzte Schicht natürlich) und die nassen Fetzen gleich an die Wäscheleine im Keller gehängt… Heute Morgen dann musste ich feststellen, dass das wahrscheinlich ein bisschen zu viel Kälte und Nässe war… Halsschmerzen sind scheisse. Aber das Curry war’s Wert!  😀 

Zutaten

250 g Okra
1/2 Ananas
1 Tomate
1/2 Kokosnuss (oder 4 gehäufte EL Kokosraspel)
1 EL Kokosöl
Salz
Kurkuma
1 Hand voll Curryblätter

Für das Curry (alternativ: Currypulver Madras)
1 TL Schwarze Senfsamen
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Bockshornkleesamen
1 Birds Eye Chili

Zubereitung

  1. Eine kleine Pfanne gut aufheizen lassen, dann die Gewürze für die Currymischung hinein geben und rösten, bis die Senfsamen zu knacken beginnen.
    Sofort das Ganze in einen Mörser umfüllen und mit dem Stössel mahlen.
  2. Den Okraschoten die Stielansätze wegschneiden und dann  einzeln der Länge nach halbieren.
  3. Die Ananas grosszügig schälen (die Schale ist meist voll von Pestiziden und Enzymen, die starkes Brennen im Mund verursachen können). Die Hälfte der Frucht brauchst du hier nicht (einpacken und in den Kühlschrank – hält sich sicher 4 Tage).
    Dann eine Hälfte der Länge nach vierteln, den Strunk in der Mitte wegschneiden (faserige Vorspeise) und die Frucht in Würfel schneiden.
  4. In einer Bratpfanne das Kokosöl schmelzen und Okra mit Ananas darin braten.
    Nach etwa 3 Minuten die Hitze reduzieren und zwei Prisen Salz dazugeben. Dann die gemahlenen Gewürze, Kurkuma und Curryblätter hinzufügen.
  5. Tomate würfeln und ebenfalls dazugeben.
  6. Wenn du eine frische Kokosnuss benutzt, musst du das Fruchtfleisch aus der bereits halbierten Nuss auspulen. Dann das Ergebnis in einen Mixer geben und so lange mixen, bis du Raspeln hast. Dann ins Curry geben.
    Alternativ füge einfach fertige Kokosraspel hinzu.
  7. Etwas Wasser hinzugeben und dann auf mittlerer Stufe 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder gut umrühren. Am Schluss sollte das Wasser wieder fast verkocht sein – ein bisschen zurückbehalten für die Sauce.
  8. Nochmals umrühren, probieren, eventuell nachwürzen und dann servieren (als Garnitur würde sich Basilikum und ein paar Kokosraspel oder Kokoschips anbieten).
    Fertig, guten Appetit!

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