Oranger Knirps mit Eierschwammerl und Spinat

Im Ofen gerösteter Oranger Knirps mit gebratenen Eierschwammerl und frischem Blattspinat, gewürzt mit Wacholder und frischem Rosmarin.

Muttermale entfernen zu lassen ist scheisse. Zu diesem Schluss bin ich gestern gekommen. Den Eingriff selbst spürt man nicht, danach aber juckt und schmerzt das Zeug… Bei mir war es jedenfalls so und ich bin keinesfalls wehleidig.

An solchen Tagen will ich mich dann einfach nur noch wohlfühlen. Und was tue ich dafür? Ich bekoche mich mit meinen Lieblingssachen. Momentan steht da der Kürbis, genauer gesagt der Orange Knirps hoch im Kurs. Deshalb gibt es den jetzt auch. Basta!

Kürbisse gehören zum Spätsommer und natürlich zum Herbst wie sonst kaum ein Gemüse. Für mich ist es jeweils so, dass ich, sobald ich den ersten sehe, mich nicht zurückhalten kann und mit breitem Grinsen und purster Vorfreude auf die saftige, nussig-süssliche Mahlzeit dick einpacke. Danach gibt es kaum noch ein halten und diverse Vertreter der meist orangen Leckerbissen landen sicherlich drei Mal pro Woche auf meinem Teller. Schon früher war das so und Kollegen fragten manchmal “scho wider Chürbis?”, was ich stets mit diversen Rezepteinfällen zu beantworten wusste.

Kürbis ist überaus einfach, wenn man ihn mit anderen Gemüsen kombinieren will. Besonders lecker aber sind Pilze. Farblich gut macht sich leuchtendes Grün. Das gibt einen tollen Kontrast und bunt zu essen, das wissen wir bereits, ist nicht nur schön, sondern auch gesund.

Zutaten

300 g Kürbis, Oranger Knirps
120 g Eierschwammerl
100 g frischer Spinat
1 Zweig Rosmarin
1 EL Tomatenmark
2 EL Olivenöl
1 TL Balsamico
3 Wacholderbeeren
Zimt
getrockneter Thymian
Salz
Schwarzer Pfeffer

 Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
  2. Das Stück Kürbis (entkernt, mit Schale, die ist essbar) in Würfel schneiden.
    Diese in eine Schüssel geben. Eine Prise Salz, einen Teelöffel Balsamico, einen Esslöffel Olivenöl und etwas Zimt hinzufügen.
    Das Ganze am besten von Hand gut mischen und danach auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen.
    Den Kürbis nun für etwa 45 Minuten im Ofen rösten.
  3. Die Eierschwammerl in der Zwischenzeit gut putzen oder waschen – nach Belieben.
    Man sagt zwar, dass das Aroma beim Waschen leidet, aber was ist denn, wenn es im Wald regnet…?
    Auch den Spinat gut waschen.
  4. Etwa Zehn Minuten vor Ende der Garzeit des Kürbisses einen Esslöffel Olivenöl in eine Bratpfanne geben und kurz einheizen. Darin die Eierschwammerl drei Minuten kräftig anbraten.
  5. Gleichzeitig die Rosmarinnadeln fein hacken, sowie die Wacholderbeeren im Mörser zerstossen.
    Nun die Hitze bei den Pilzen auf Mitte reduzieren, Tomatenmark, Rosmarin und Wacholder dazugeben und weitere zwei Minuten dünsten.
  6. Den Spinat zu den Pilzen geben und zugedeckt weitere 5 Minuten dünsten. Dabei von Zeit zu Zeit umrühren, so dass der Spinat schön zusammenfallen kann.
  7. Die Kürbiswürfel zu den Pilzen geben und gut mischen.
    Das Ganze mit etwas Salz, Pfeffer und getrocknetem Thymian abschmecken, nochmals umrühren und schliesslich in eine Schale füllen und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

4 Comments

  1. Ja genau, das ist der einzig wahre da sprichst du mir aus der Seele!!!
    Die wenigsten wissen auch das der orange Hokkaido – Oranger Knirps aus dem grünen gezüchtet würde, da die Leute den grünen nicht so schön bzw sich nicht rann getraut haben, schüttel mit dem Kopf!?!
    Bestellen tue ich ihn wenn ich ihn wirklich wieder mal nicht in Berlin bekomme oder nicht den richtigen, ihr – http://www.makrobiotik.com/epages/es10478406.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es10478406_Makrobiotik/Products/18001
    echt super und auch spätestens am dritten Tag da.
    Viele Grüße sendet dir
    Jesse Gabriel

  2. Ja juckt schon ganz schon, da hast du recht, ich hatte zum glück nie starke schmerzen.

    Ich gehöre auch zu den süchtigen die Kürbis LIEBEN, ganz schlimm, besonders gerne mag ich den grünen Hokkaido, Sweet Kabocha, bin schon ganz unruhig, zappel, haben!
    Ach ja, habe auch schon einige verspeist, auch heute, geht einfach nicht anders wenn sie auftauchen, auf den grünen muss ich wohl noch drei vier Wochen warten, aber dann!!!
    Wenn ich in Berlin immer keine schonen, die mit dem ganz trockenen Fruchtfleisch, kann man das so schreiben, bekomme bestelle ich sogar den grün Hokkaido, Bio im Internet.

    Viele Grüße sendet
    Jesse Gabriel

    1. Grüner Hokkaido ist der einzig wahre Hokkaido. Den Orangenen nennt man eigentlich (ursprünglich) “Oranger Knirps”.
      Ich bin immer wild auf die Sorte “Sweet Dumpling”. Das ist ein herrlich nussig-süsslicher ein-Mann-Kürbis.

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