Petersilien Pesto mit Apfel und Paranüssen

Nussiges, aromatisches Pesto aus Petersilie, Apfel, Olivenöl und gerösteten Paranüssen, ideal als Dip für Chips und Gemüsesticks.

Ich habe kürzlich Schwertfisch gegessen… Schwerfisch gehört eigentlich nicht auf meine Einkaufsliste, aber wenn ich das gute Stück gesponsert kriege, dann sage ich natürlich nicht nein dazu!

…Moment, was bitte hat Schwertfisch mit einem veganen Pesto zu tun?…
Ganz vieles 🙂 !

Schwertfisch wäre ja eigentlich ganz gesund, enthält er doch ein Vielfaches der guten y-Linolensäure (Omega-3), welche schädliche Wirkungen der heute leider viel zu oft konsumierten Linolsäure (Omega-6) neutralisiert. Nur enthält Schwertfisch mittlerweile so viel Quecksilber, dass diverse Gesundheitsinstitutionen Höchstmengen für seinen Konsum festgelegt haben. Das viele Quecksilber kommt, wie kann es denn anders sein, von unserer Industrie. Heute wird zwar nur noch wenig dieses Schwermetalls freigesetzt, aber von Beginn der Industrialisierung bis vor etwa 20 Jahren war man damit nicht so zurückhaltend – auf gut Deutsch ausgedrückt… Da Quecksilber ein Element ist, was bedeutet, dass es sich nicht abbaut, wird dieses schlimmste aller Gifte in unserer Nahrung noch ein paar tausend Jahre in unseren Ozeanen dümpeln, denn was der kleine Clownfisch Nemo schon wusste ist tatsächlich wahr: Alle Abfälle landen irgendwann im Ozean – auch mit unseren modernen Wiederaufbereitungsanlagen…

Genug über Schwertfische und putzige Filmhelden gesprochen, jetzt gehts an’s Pesto! Ich habe dann nämlich Papa-Google gefragt, ob und wie man denn nun solches Quecksilber wieder los wird. Und da Google beinahe allwissend ist, wurde mir auch geantwortet. Da stand es nun, man solle Selen zu sich nehmen.

Selen ist ein weiteres Element, in grösseren Mengen giftig, in geringen Dosen aber sehr wichtig für unseren Organismus. Warum? Nun, Selen hat die Eigenschaft einerseits freie Sauerstoffradikale abzufangen, andererseits vermag es Schwermetalle (so wie Quecksilber) zu binden und aus dem Körper auszuschaffen. Aha, Erleuchtung 🙂 !

Darauf hin suchte ich nach selenreichem Futter. Und richtig geraten, ich landete bei der Paranuss. Diese enthält nämlich von allen Lebensmitteln am meisten davon. Also los zum Migros, Paranüsse kaufen und nun was damit? Klarer Fall – Pesto!

Dass dieses Pesto aber nicht nur das Detox-Mittelchen schlechthin ist, sondern mal so ganz nebenbei auch wahnsinnig gut geschmeckt hat, merkte ich dann spätestens bei der Zubereitung – deshalb hat es dann ja auch nur etwa die Hälfte dieser köstlichen Paste bis auf den Tisch geschafft – der Rest wurde bereits schon laaange zuvor auf Entgiftungsmission durch meinen Body abkommandiert 🙂

Gut, genug geplappert, jetzt geht’s ans Kochen!

Zutaten

40 g Petersilie
40 g Apfel
10 g Paranüsse
20 g Olivenöl
2 Prisen Salz
frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Zwei Optionen: Wenn du die Nüsse nicht rösten willst, gehe zu Schritt 3.
  2. Paranüsse rösten geht am besten im Backofen: Einfach bei etwa 160 °C 20 Minuten rösten – am besten machst du das wenn du den Ofen eh schon brauchst.
    Sonst nimmst du eine kleine Pfanne und musst halt immer gut umrühren – ist etwas mühsamer, geht aber auch.
  3. Die Nüsse hacken und in einen Mixer geben (Achtung, wenn du diese gerade geröstet hast, könnte es deinen Mixbecher schmelzen… Ist mir schon passiert – wenn ich besonders müde bin, dann mach ich dummes Zeug 🙂 ).
  4. Die Petersilie, Olivenöl, Salz, Pfeffer und die abgewogene Menge Apfel dazugeben.
  5. Mit dem Mixer alles fein pürieren, das Ganze servierfertig anrichten und alle Teile des Mixers gut abschlecken (du musst sie dann zwar immer noch waschen, aber es geht wenigstens nichts vom feinen Pesto verloren 😀 ).
    Fertig, guten Appetit!

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