Pfeffer Senf mit Honig

Selbst gemachter Senf aus Gelber Senfsaat mit Schwarzem und Weissem Pfeffer, Apfelessig und Honig.

Kürzlich hatte ich völlig die Lust am selber Senf machen verloren. Warum? Nun, mir ist ein Versuch fürchterlich misslungen. Es hat richtig schlecht gepasst und geschmeckt und egal was ich versucht habe, ich konnte das Glas nicht retten. Ich dachte mir schon, ich würde meinen Senf ab jetzt nur noch kaufen, so schlecht war das. Dabei hatte ich völlig vergessen, dass ich auch sehr gute Senfe gemacht habe, die auch bei meinen Bekannten, welchen ich manchmal ein Gläschen geschenkt habe, sehr gut angekommen sind.

Nun ja, was soll ich sagen, ich kann, so glaube ich, einfach nicht widerstehen, Sachen immer wieder aufs Neue zu machen. Gestern hat mich deshalb ganz spontan die Lust nach der würzigen Paste gepackt. Ich wollte, nein musste wieder etwas ausprobieren.

Da ich enorm gerne Pfeffer habe, und sich Pfeffer eigentlich besonders gut mach, wenn er nicht erhitzt wird, habe ich an einen Pfeffersenf gedacht. Ich habe auch gelesen, man solle Essig zuerst kurz aufkochen, ein Schritt der mir ebenfalls neu war. Zusätzlich versuchte ich es mit Honig als Süssungsmittel. Ich habe damit ganz schlechte Erfahrung und habe mir anhand der Nährwerte von einem Delikatess-Senf den ich gut mag ausgerechnet, wie viel Zucker diesem (in Form von Ahornsirup) beigemengt war. Das rechnete ich dann auf Honig um – ich hoffe, dies ist legitim für ein eigenes Rezept (*”Schmunzel”).

Auch habe ich meine alte Mohnreibe, ein Geschenk von meinem Paps, wieder ausgepackt und die Samen von Hand zu feinstem Mehl verarbeitet. Ja, das dauert und es ist wahnsinnig anstrengend, aber für einen guten Senf… Je feiner man mahlt desto mehr gibt das zu tun. Einen Teil verarbeitete ich so zu feinstem Mehl und einen weiteren zu etwas gröberem Pulver. So hat der Senf beides: Eine abbindende Cremigkeit, ebenso wie eine leicht körnige Textur.

Gleichzeitig mit diesem Rezept habe ich ein neues Grundrezept gefunden, welches ich bald im Blog einführen möchte, zusammen mit einer eigenen Senf-Rubrik. Aber das kann noch dauern…

Zutaten

60 g Gelbe Senfkörner
90 g Apfelessig
50 g Wasser
20 g Honig (Wald- oder normalen Blütenhonig)
3 g Schwarzer Pfeffer
3 g Weisser Pfeffer
5 g Salz
eventuell Kurkuma

 Zubereitung

  1. Den Apfelessig und das Wasser in einer kleinen Pfanne kurz aufkochen.
    Während der Essig heiss wird, die Pfefferkörner im Mörser grob zerstossen.
    Nach dem Aufkochen kurz warten, um dann das Pfeffer-Granulat im Essig ziehen zu lassen.
    Der Essig soll nun ganz auf Zimmertemperatur auskühlen.
  2. Währenddessen die Senfkörner mahlen:
    20 g sollen etwas gröber werden, 40 g sehr fein, so fein wie möglich (alternativ kannst du auch Senfmehl kaufen).
  3. Den gemahlenen Senf zusammen mit dem Honig und dem Salz in ein Glas geben. Wer den Senf gerne etwas gelber mag, kann noch eine Prise Kurkuma hinzufügen.
    Danach den mittlerweile kühlen Essig mit dem Pfeffer dazugeben und gut vermischen.
  4. Senf muss reifen. Mindestens zwei Wochen sollte das Glas nun bei kühlerer Temperatur (in einem kühlen, dunklen Küchenschrank; nicht Kühlschrank) stehen gelassen werden. Dabei entfaltet sich erst das wahre Aroma. Während dieser Zeit das Ganze täglich umrühren.
    Danach hält sich der Senf einige Zeit im Kühlschrank.
    Fertig, guten Appetit!

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