Pochierte Eglifilet an Mango Kaffee Sauce mit Dill

Eglifilet oder Flussbarsch bleiben beim Pochieren saftig. Kaffeebohnen bringen Röstnoten, Mango etwas Süsse und die frischen Dillspitzen die Vollendung.

Egli oder Flussbarsch hat einen sehr feinen, milden Geschmack. Durch das Pochieren, dem sogenannten “Garziehen” von Fleisch oder Fisch in Öl, Rahm oder einem Sud, wird der Fisch saftig und zart. Die durch diese sanfte Garmethode fehlenden Röstnoten bringen die Kaffeebohnen wieder in das Gericht. Deren Bitterkeit mildert dann die süsse der Mango. Die frischen Dillspitzen bringen dann ein krautiges Aroma und werten das Gericht farblich noch etwas auf.

Das Fleisch des Flussbarschs enthält nur sehr wenig Fett. Beim Braten kann es schnell zerfallen. Bekannt ist Egli in der Schweiz vor allem als “Fischknusperli”.

Kaffeebohnen eignen sich ideal um einem Gericht nachträglich Röstaromen einzubringen: Entweder man verwendet bereits einen Aufguss, lässt ganze Kaffeebohnen in einer fetthaltigen Sauce ziehen (Fett gilt hier als Lösungsmittel der meisten Aromen im Kaffee) oder würzt die Speise ganz am Schluss mit gemahlenen Bohnen, ähnlich wie beim Pfeffer. Über die Gesundheit von Kaffee lässt sich mächtig streiten: Die Samen des Kaffeestrauches sind einerseits sehr reich an Antioxidantien und wirken belebend. “Böse Zungen” schreiben ihm Bluthochdruck, hohes Suchtpotential, Kopfschmerzen und Ausschüttung von Stresshormonen zu.

Trotzdem, dieses Gericht schmeckt hervorragend und vereint alle sechs an der Bildung eines Geschmackes beteiligten Komponenten. Ich empfehle dazu eine mild schmeckende Gemüsepfanne, zum Beispiel mit Lauch, Karotten oder Fenchel. Die Sauce der Eglifilets kann dann auch gleich für das Gemüse verwendet werden.

Zutaten

250 g Eglifilet
1 kleine Mango
1 kleine Zwiebel
125 ml Kokosmilch
1 TL Kokosöl
1 bis 2 TL Zitronensaft
20 Kaffeebohnen
3 frische Zweige Dill
Salz
weisser oder roter Pfeffer (Vorsicht, roter Pfeffer ist nicht das, was man normalerweise im Laden kauft, dabei handelt es sich um die Beeren des Peruanischen Pfefferbaumes, welche mit Pfeffer eigentlich wenig zu tun haben. Echten roten Pfeffer gibt es im Gewürzfachhandel zu kaufen.)

Zubereitung

  1. Die Mango schälen, mit einem Messer das Fruchtfleisch vom Kern lösen und in feine Würfel schneiden.
  2. Die Zwiebel fein hacken.
  3. Das Kokosöl in einer Bratpfanne schmelzen und erhitzen. Dann Mango und Zwiebel langsam darin dünsten. Auf niedriger Flamme für sicherlich 10 Minuten diese Saucenbasis garen und dabei immer wieder gut umrühren, damit ja nichts anbrennt.
  4. Nun die Kokosmilch angiessen, die Kaffeebohnen und den Zitronensaft dazugeben, salzen und nach gutem Umrühren probieren. Eventuell nochmals etwas Salz hinzugeben, dann die Fischfilets vorsichtig in der Pfanne verteilen.
  5. Den Herd nun auf die niedrigste Heizstufe stellen, einen Deckel auf die Pfanne geben und die Eglifilets während fünf bis sieben Minuten in der Sauce ziehen lassen. Wenn sie nur noch leicht glasig scheinen, sind sie fertig (so wie auf dem Foto oben).
  6. Die Kaffeebohnen nun entfernen und mit einer Küchenschere den frischen Dill dazu schneiden.
    Mit etwas Pfeffer würzen und nochmals vorsichtig, damit der Fisch nicht zerfällt, umrühren.
  7. Das Gericht nun so schnell wie möglich, mit einigen frischen Dillspitzen und Pfeffer garniert servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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