Poulet Curry mit Ananas, Aubergine und Kurkuma

Aromatisches Curry mit Pouletbeinen, Ananas, Aubergine und Tomate gewürzt mit eigenem Curry Masala, Kurkuma, Basilikum, Curryblättern und Zitronengras.

Ach ja, der liebe Knoblauch – den lasse ich in diesem Rezept weg: Das ist das neueste Resultat meiner Anpassungen an meine Mimosen-Verdauung… Das bedeutet aber eigentlich keine Einbussen in die grosse Welt der Gewürze – echt Leute, es gibt sooooo wahnsinnig viel Zeug, mit dem man seine Speisen aufpeppen kann, dass ich es kaum ertrage zu sehen, wie in vielen Haushalten leider immer noch gewürzt wird.
Aber ich mache es mir ja zur Aufgabe, dies zumindest ein wenig zu verbessern – Spicyslice rettet die Alltagsküche vor fadem Essen 🙂
(Das war die Portion Eigenlob für heute, jetzt wird’s ernst. Nein, wirklich, da gab es eine Studie dazu: Man soll sich mehrmals täglich selber loben – das stärkt nachweisbar Körper und Geist!)

Gewürze… Heute gibt’s ein Textli über den Kurkuma. Dieser wahre Allrounder hat nämlich noch so viel mehr zu bieten als nur die gelbe Farbe im Curry. Kurkuma wächst ähnlich dem Ingwer als Rhizom im Boden, wird dann ausgegraben, getrocknet und gemahlen – so kaufen ihn dann die meisten.
Des Geschmack vereint herbe, erdige Noten mit einer gewissen Süsse und einer leichten Bitterkeit. Deshalb passt Kurkuma eigentlich überall dazu, zum Beispiel zu den allermeisten Tomatengerichten – ja, damit meine ich auch Salate oder eine italienische Pastasauce… Besonders lecker ist die Vereinigung mit Zitrusfrüchten aller Art.

Aber das wahre Kurkuma-Wunder kommt von einem Inhaltsstoff namens Kurkumin. Dieses wirkt gleich den gängigsten und effizientesten Entzündungshemmern wie Hydrokortison & Phenylbutazon (gegen Rheumatische Beschwerden) oder Aspirin. Doch bleiben dabei die oft unangenehmen Nebenwirkungen aus! Fazit: Kocht euch zur Schmerzlinderung ein leckeres Kurkuma-Gericht anstatt in die Apotheke zu rennen und für 10-fache Ausgaben Medikamente zu besorgen, die dann eh nur andere Beschwerden hervorrufen. So habt ihr ein Gourmet-Essen und werdet eure Schmerzen los!

Damit nicht genug: Kurkumin hemmt die Bildung von Tumoren, senkt die LDL-Cholesterinwerte (das schlechte – das gute heisst HDL – High Density Lipoprotein), geht gegen Alzheimer vor, reinigt die Leber, schwemmt hochgiftiges Quecksilber aus und heilt Darmkrankheiten.

Da die unzähligen Wirkungen des Kurkumas den Rahmen dieses Artikels zu sprengen drohen, möchte ich auf eine Internetseite verweisen, die darüber ausführlich berichtet:
kurkuma-wurzel.info.
Der Inhaber dieser toll recherchierten Seite berichtet ausführlich über Anwendung und Eigenschaften des Kurkumas und kritisch denkende finden auch Links zu offiziellen Studien, wo man dann alle Infos in der Sprache der Wissenschaft selbst überprüfen kann.

Dazu empfehle ich unbedingt ein Kochbananen-Curry.

Zutaten

400 g Pouletschenkel (2 Stück)
1 Aubergine
1 Baby-Ananas (oder 1/2 Ananas)
1 Tomate
1 walnussgrosses Stück Ingwer
1 Stengel Zitronengras
10 Curryblätter (erhältlich im Indischen Laden; optional)
1 Chilischote
125 ml Kokosmilch
2 EL Kokosraspel
1 TL Zitronensaft
1 TL Kokosöl
4 Nelken
2 cm Zimtstange
1/2 TL Bockshornkleesamen
1 TL Koriandersamen
6 Kapseln Kardamom
1/2 TL Kurkumapulver (lest hier tolle Infos dazu)
Salz
frisches Basilikum

Alternativ zu Nelken, Zimt,Bockshornklee und Koriandersamen: Currypulver Madras

Zubereitung

  1. Nelken, Zimtstange, Bockshornklee und Koriandersamen in einer kleinen Pfanne kurz rösten, dann zusammen mit den Samen in den Kardamomkapseln im Mörser mahlen.
    (Kardamom aufknacken und die kleinen, runden Samen herausnehmen – die Hülle wegschmeissen).
  2. Den Ingwer und die Chilischote fein hacken.
  3. Das Kokosöl in einer Bratpfanne schmelzen und erhitzen.
    Dann Ingwer und Chili dazugeben und etwa 2 Minuten auf niedriger Stufe dünsten. Die Curryblätter dazugeben und 10 bis 20 Sekunden rösten.
    Jetzt kommen die gemahlenen Gewürze dazu, dann die Kokosraspeln, der Kurkuma und gleich danach der Zitronensaft.
    Nach weiteren 10 Sekunden das Ganze mit etwas Wasser ablöschen und salzen.
  4. Die Tomate in Würfel schneiden und dazugeben.
  5. die Schale der Ananas entfernen und das Fruchtfleisch würfeln, ebenfalls dazugeben.
  6. Das Zitronengras mit dem Messerrücken klopfen, so dass die Stange ein bisschen aufspringt, dann dazugeben.
  7. Alles aufkochen und dann die Hühnerbeine oben drauf legen. Dann einen Deckel auf die Pfanne geben und das ganze auf mittlerer Stufe 30 Minuten köcheln lassen.
  8. Die Aubergine nun ebenfalls in Stücke schneiden (finde heraus ob du lieber grosse oder kleine Stücke hast) und dazugeben. Nochmals 15 bis 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen (vielleicht musst du nochmals etwas Wasser dazugeben.
  9. Am Schluss die Kokosmilch dazu giessen, gut umrühren, probieren und eventuell nachwürzen – Kurkuma und Salz. Eventuell auch ein Currypulver (Madras) verwenden.
  10. Wenn alles Stimmt, die Basilikumblätter zerzupfen und dazugeben, nochmals gut umrühren und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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