Pouletbrust in Heidelbeersauce

Pouletbrust lässt sich mit vielen Aromen kombinieren. Eine fruchtige Heidelbeersauce mit Rosmarin ist einmal etwas Neues und sorgt für Farbe auf dem Teller.
Das Brustfilet des Huhns wird leider sehr schnell trocken. Um dies zu vermeiden habe ich es für dieses Rezept nur kurz von beiden Seiten angebraten, wodurch die typischen Röststoffe und caramelligen Noten in das Gericht kommen und danach das Fleisch sanft in der Sauce ziehen lassen.
Die Heidelbeeren tragen mit ihrer fruchtigen Säure und der leichten Süsse zu einem umfangreicheren Geschmack bei.
Dezentes Würzen mit Rosmarin, Thymian und Wacholder betont den “Wald-Charakter” der Heidelbeeren (Ich denke jedenfalls bei Heidelbeeren, Rosmarin, Thymian und Wacholder an den Geruch des Waldes).

Heidelbeeren sind ein richtiges Superfood! Ihre tiefblaue Farbe kommt von Anthocyanen. Diese sind bekannt als starke Antioxidantien (Radikalfänger) und binden deshalb die bei allen Stoffwechselvorgängen entstehenden freien Radikale.
(Freie Radikale sind “ungesättigte” Atome oder Moleküle, die sich dann von körpereigenen Verbindungen die ihnen fehlenden Elektronen holen. Dies zerstört Gewebe und führt somit zu schnellerem Altern. Radikalfänger bieten den Radikalen “freiwillig” an, was ihnen fehlt und neutralisieren somit deren Schädlichkeit).
Damit aber noch nicht genug: Heidelbeeren enthalten viel Vitamin E und die Vorstufe davon, das a-Tocopherol. Beides findet man sonst eher in Nüssen und nicht in kalorienarmem Obst und Gemüse. Vitamin E ist sozusagen Hautcreme zum Essen: Es macht die Haut geschmeidig, beschleunigt die Wundheilung und unterstützt das Gehirn (es schützt die Myelinscheide, also die Isolationsschicht der Nerven und gewährleistet dadurch eine schnelle Weiterleitung der Nervenreize).
Zu guter Letzt unterstützt die in Heidelbeeren vorhandene Gerbsäure unser Verdauungssystem und reguliert das Wachstum der Bakterienpopulation im Darm.

Zu den Pouletbrüsten in Heidelbeersauce bietet sich besonders gebratener Fenchel mit Karotten an.

Zutaten

2 kleine Pouletbrüste
100 g Heidelbeeren
1 kleine Zwiebel, gehackt
1 Zehe Knoblauch, gehackt
125 ml Kokosmilch
1 TL Kokosöl
1 frischer Rosmarinzweig
Thymian
1 Wacholderbeere, zerstossen
Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Das Kokosöl in einer Bratpfanne erhitzen und die Pouletbrüste darin beidseitig jeweils 1 Minute braten.
    Dann die Hitze reduzieren und die gehackte Zwiebel und Knoblauchzehe im Öl glasig dünsten.
  2. Nach 1 bis 2 Minuten die Heidelbeeren dazugeben: Immer ein wenig davon nehmen, diese leicht quetschen, so dass die Haut der Beeren aufplatzt und dann zum Fleisch geben.
    Dann die Heidelbeeren etwa 2 Minuten mitbraten, bis deren Säfte beginnen auszutreten.
  3. Jetzt kommt die Kokosmilch dazu: Einfach rein in die Pfanne damit.
  4. Etwa die Hälfte der Rosmarinnadeln, eine Prise Thymian und die Wacholderbeere hinzufügen.
    Dann den Deckel auf die Pfanne geben, die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren und das ganze für 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
  5. Die Sauce nun gut umrühren und mit Salz, Pfeffer, eventuell nochmals etwas Thymian und den restlichen Rosmarinnadeln abschmecken.
    Fertig, guten Appetit!

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