Pouletherzen Curry mit gebratener Aubergine

Intensiv würziges Curry mit Hühnerherzen, Peperoni, Tomaten und Mango. Die selbst gemachte Gewürzmischung wird von Kardamom dominiert.

Currys eignen sich hervorragend, wie unsere klassischen Eintöpfe, um nicht ganz so edle Fleischstücke zu verwerten. So wird sonst zähes Fleisch durch lange Garzeiten butterzart und das Curry kann die verschiedenen Aromen gut aufnehmen.

Essentiell für jedes Curry ist die Gewürzmischung, welche bei uns fälschlicherweise als Curry bezeichnet wird. In Indien hat beinahe jeder Haushalt seine eigenen Mischungen, welche je nach Zutaten auf verschiedenste Art und Weise gebraucht werden.
Für dieses Gericht verwende ich als Hauptgewürz den grünen Kardamom. Meiner Meinung nach passt er perfekt zu Geflügelfleisch. Dazu kommen Koriandersamen, welche im Gegensatz zum Koriandergrün diesen aufdringlichen Geruch nach Stinkwanzen (manche mögen es) nicht haben und statt dessen eher erdig und leicht nach Zitrusfrüchten schmecken. Auch Bockshornklee, den ich eigentlich nur geröstet verwende da man die harten Samen roh nicht mahlen kann, passt gut zum Huhn.
Die Gewürze werden zuerst bereitgestellt, um sie dann zu rösten. Bei anderen Mischungen empfiehlt es sich jede Komponente einzeln zu verarbeiten, da sich je nach Grösse und Aromen die Röstzeiten unterscheiden. Hier ist dies aber nicht nötig, weil die Körner sich nur wenig voneinander unterscheiden.

Als Auffrischer der meisten Currys dienen Säuren. Unterschiedliche Regionen Indiens haben diverse Mittel um “sauer zu würzen”: Tamarinde, Tomaten oder unreife Mangos sind beliebte Zutaten. Ich verwende gerne Zitronen- oder Limettensaft.

Am Schluss das Curry mit frischem Basilikum aufzupeppen und zu dekorieren ist ebenfalls verbreitet. Idealerweise verwendet man eine indische Sorte, die man in den meisten asiatischen Lebensmittelläden kaufen kann. Da der Basilikum aber einerlei deinen Ursprung in Indien hat, kannst du aber auch ruhig die herkömmlichen Blätter nehmen.

Zutaten

250 bis 300 g Pouletherzen
1 kleine Tomate
1 rote Peperoni
1 Pepperoncini
1 kleine Mango
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Stück Ingwer (doppelte Grösse wie der Knoblauch)
125 ml Kokosmilch
2 EL Kokosraspeln
2 EL Kokosöl
1/2 Bio-Zitrone
5 Kapseln grüner Kardamom
1/2 TL Bockshornkleesamen
1/2 TL Koriandersamen
1/4 TL Fenchelsamen
1 Prise Kreuzkümmel
1/4 TL Kurkuma
Salz
4 Blätter Basilikum (am besten Indisches Basilikum)

Zubereitung

  1. Einen Mörser bereit stellen.
    Bockshornklee, Kreuzkümmel, Koriandersamen und Fenchelsamen bereit stellen. Dann eine Pfanne erhitzen und die Gewürze alle auf einmal rösten. Sobald sich ein intensiver Duft verbreitet und der Bockshornklee zu bräunen beginnt, die Samen sofort in den Mörser geben.
    Die Kardamom-Kapseln aufknacken und die darin enthaltenen Körner in den Mörser geben (die Schalen werden nicht verwendet). Nun die Gewürze gut zerstossen und mahlen.
  2. Knoblauch und Zwiebel schälen und zusammen mit dem Ingwer fein hacken. Die Peperoncini der Länge nach aufschneiden und die Kerne samt der weissen Trennwände mit einem Messer oder einem kleinen Löffel ausschaben. Dann die Schote ebenfalls fein hacken.
  3. Die Peperoni halbieren, entkernen und die Hälften quer in feine Streifen schneiden.
  4. Kokosöl in einer Pfanne schmelzen, Ingwer, Knoblauch und Zwiebel dazugeben und auf mittlerer Heizstufe dünsten. Sobald die Zwiebel glasig aussieht, die Peperoncini und Peperoni dazugeben. Nach etwa 3 Minuten die Hitze auf volle Stufe drehen, sofort die Hühnerherzen dazugeben und gut umrühren. Nach etwa 3 Minuten die Tomate in Würfel schneiden und ebenfalls dazugeben.
  5. Die Hitze wieder reduzieren und die gemahlenen Gewürze, und etwas Salz dazugeben.
    Das Ganze zugedeckt jetzt für etwa 15 Minuten schmoren lassen.
  6. Die Zitrone gut waschen und die Hälfte der Schale mit einer feinen Reibe abreiben. Den Schalenabrieb in einer kleinen Schüssel in der Kokosmilch einlegen.
    Die Zitrone halbieren, eine Hälfte in den Kühlschrank geben und die andere auspressen. Davon nun etwa 1 Esslöffel ins Curry geben.
  7. Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Kern schneiden. Dann in feine Würfel verarbeiten. Diese ebenfalls in den Topf geben und gut umrühren.
  8. Die Aufergine in Streifen schneiden und zusammen mit einer Prise Salz in einer grossen Bratpfanne mit Kokosöl weich braten. Dann auf die Seite stellen.
  9. Nach weiteren 10 Minuten köcheln des Currys (ohne Deckel) die Kokosmilch angiessen. Gut umrühren und eventuell mit Zitronensaft und Salz nachwürzen. Dann die gebratene Aubergine dazugeben und das ganze mit Basilikum und den Kokosraspeln garniert servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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