Pouletherzen mit Trauben und Steinpilzen

Kräftig herbstlicher Schmortopf mit Pouletherzen, Grünen Trauben und getrockneten Steinpilzen, gewürzt mit frischem Rosmarin und Lorbeer.

Kaum oft genug kann ich davon erzählen wie köstlich Pouletherzen schmecken. Leider scheuen sich viele Leute davor, diese zuzubereiten und zu essen. Für mich als Student, der ab und zu doch mal gerne ein kräftiges Ragout isst, wegen einer philosophischen Ansicht aber auf das Fleisch von Säugetieren verzichten möchte, sind Pouletherzen eine willkommene Zutat (ich habe mich ja vor einiger Zeit dazu entschieden, tierische Produkte nur noch dann zu mir zu nehmen, wenn ich das entsprechende Tier auch selbst schon einmal töten musste).

Herzen sind alles andere als eklig. Ein Muskel wie andere auch, doch mit einem besonders kräftigen Aroma, erinnernd an ein gutes Rinderragout – so würde ich Pouletherzen beschreiben. Mindestens einmal die Woche gönne ich mir diese “edle” Zutat – edel muss ja nicht teuer sein, sondern soll verwöhnen und gesund sind die schon mundgerecht vorliegenden Fleischstücke allemal: Ein vergleichsweise hoher Gehalt an biologisch gut verwertbarem Eisen unterscheidet das Hühnerherz von den übrigen Teilen des Geflügels.

Besonders gut eignen sich Hühnerherzen zum Schmoren. Kräftige Zutaten wie Steinpilze, Nelken, Lorbeer und Rosmarin können es mit dem Geschmack des Fleisches aufnehmen, und da ich schon so schön herbstlich eingestellt bin, ergänze ich das Ganze mit der ausgewogenen Süsse einiger Weintrauben.

Zutaten

400 g Pouletherzen
15 g getrocknete Steinpilze
etwa 100 g Weisse Trauben
1 Schalotte
1 Zehe Knoblauch
6 Nelken
2 Blatt Lorbeer
1 frischer Zweig Rosmarin
3 EL Olivenöl
1 TL Aceto Balsamico
Salz
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Schalotte mit dem Knoblauch schälen und hacken.
    Die Trauben halbieren.
  2. In einer schweren Pfanne (viel Material leitet die Hitze besser) das Olivenöl verteilen, Schalotte und Knoblauch hinein geben und die Hitze aufdrehen.
    Das Ganze langsam und vorsichtig etwa 5 Minuten dünsten, dann den Balsamico, Rosmarin, die zerstossenen Nelken, etwas Salz, die Steinpilze (ja richtig, trocken und nicht eingeweicht), Lorbeer, einige Pfefferkörner, Trauben und die Hühnerherzen dazugeben.
    Schliesslich noch etwas Wasser angiessen und das Ganze gut aufkochen.
  3. Die Pfanne mit einem Decke schliessen und auf mittlerer Flamme sicherlich eine Stunde köcheln lassen.
    Von Zeit zu Zeit umrühren und vielleicht etwas Wasser nachgiessen.
  4. Wenn die Stunde um ist, den Deckel entfernen und das restliche Wasser noch ein wenig einkochen – es sollte aber schon noch ein bisschen Saft übrig bleiben.
  5. Nochmals gut umrühren, probieren und eventuell nachwürzen.
    Fertig, guten Appetit!

2 Kommentare

  1. Heute ausprobiert und was soll ich sagen…. War echt skeptisch aber richtig gut. Wir hatten Spätzle und einen Salat dazu. PERFEKT. Vielen Dank für das Rezept.
    Liebe Grüße Micha

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