Ratatouille mit Lavendel und Basilikum

Das klassische Ratatouille aus Zucchini, Aubergine und Peperoni an Tomatensauce kennt jeder; Lavendel und Basilikum geben der Speise eine neue Richtung.
Damit das ganze am Schluss eine interessante Konsistenz hat und auch schön aussieht, kocht man zuerst eine würzige Tomatensauce und brät das restliche Gemüse separat an. Erst gegen Ende mischt man beide Komponenten und würzt.

Die Aubergine ist in der Küche ein kleines Multitalent. Bereits im 13. Jahrhundert ist sie aus Indien über Spanien nach Europa gekommen. Entsprechend lange hatte der Mittelmeerraum Zeit, das Gemüse vielseitig in den jeweiligen Landesküchen zu Integrieren. Besonders bekannt sind das griechische Moussaka, die italienische Parmigiana, die ganzen nahöstlichen und nordafrikanischen Auberginendips und natürlich das französische Ratatouille.
Beim Einkauf von Auberginen ist es enorm wichtig, nur reife Früchte zu kaufen: Man erkennt sie an der durchgehenden schwarzen Farbe (bei den schwarzen Sorten) beziehungsweise sollen sie auf Druck leicht nachgeben. Solche, die noch grünliche Stellen haben, oder steinhart sind, sollte man besser liegen lassen. Der Grund dafür liegt in der Verdauung: Unreife Auberginen enthalten viel des für Nachtschattengewächse typischen Solanin – ein von der Pflanzen produzierter Giftstoff. Deshalb sollte man Auberginen auch keinesfalls roh geniessen, denn beim Kochen geht das allermeiste Solanin verloren.
Auch die in ihnen enthaltenen Bitterstoffe sind schlecht verdaulich: Einsalzen und langes Garen bauen diese jedoch ab.
Auberginen, richtig ausgewählt, sind aber trotzdem gesund: Sie sollen Rheuma lindern und die Nieren stärken.

Ein Ratatouille eignet sich als Beilage zu vielen Gerichten. Ich empfehle eine gebratene Hühnerbrust oder Pouletschenkel. Aber auch kräftiger schmeckende Fischarten können gut mit Ratatouille serviert werden.

Zutaten

1 kleine Aubergine
1 kleine Zucchini
1 gelbe Peperoni
2 Tomaten
1 kleine Zwiebel
1 bis 2 Zehen Knoblauch
1 bis 2 EL Olivenöl
1 TL Aceto Balsamico
Rosmarin
Thymian
Majoran
Paprikapulver, edelsüss und scharf
1 gestrichener TL Lavendelblüten
3 Blätter Basilikum
Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Von der Aubergine den Stielansatz entfernen und die Frucht in Stücke schneiden: Ich bevorzuge lange, aber dünne Stücke – sieht gut aus und gibt eine tolle Textur.
    Dann die Stücke auf einem Teller verteilen und gut mit etwa 3 Prisen Salz einreiben. Das Salz kann man dabei richtig in die Stücke einarbeiten.
  2. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
    Tomaten in Würfel schneiden.
  3. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und Zwiebel zusammen mit Knoblauch während etwa 3 Minuten glasig dünsten.
  4. Nun die Tomatenwürfel und den Balsamico hinzufügen und das Ganze köcheln lassen, bis die Tomaten gut zerfallen und sich eine sämige Sauce bildet. Dazu muss man immer wieder gut umrühren.
    Wenn du es besonders fein willst, kannst du die Sauce am Ende auch pürieren.
  5. Wenn die Sauce fertig gekocht ist, mit Rosmarin, Thymian, Majoran, der Hälfte der Lavendelblüten und etwas Salz würzen.
    Kochen soll die Sauce nun nicht mehr: Am besten einfach einen Deckel auf die Pfanne geben und die Gewürze ziehen lassen.
  6. Die Zucchini ähnlich wie die Auberginen zuvor zerkleinern.
    Die Peperoni halbieren und alle Kerne mit den weissen Scheidewänden entfernen. Dann in Würfel schneiden.
    In einer anderen Pfanne, am besten eine flache Bratpfanne, etwas Öl erhitzen (hier braucht es vielleicht etwas mehr, damit das Gemüse schön braten kann) und die Zucchini zusammen mit der Aubergine (das ausgetretene Salzwasser nicht mitverwenden) und den Peperoniwürfeln anbraten, bis die Aubergine schön weich und gar ist: Bitte testen – wenn es im Kern noch harte Stellen gibt noch weiter kochen lassen.
    Wenn du beim Braten feststellst, dass das Gemüse schon anzubrennen beginnt, aber noch nicht gar ist, einfach mit etwas Wasser ablöschen und köcheln lassen.
  7. Am Schluss die Tomatensauce zum restlichen Gemüse geben.
    Erst jetzt mit Paprikapulver verfeinern, gut umrühren und abschmecken: Eventuell mit Rosmarin, Thymian, Majoran, Lavendel und Salz nachwürzen.
  8. Das Ratatouille nun mit den restlichen Lavendelblüten und den frisch in feine Schnipsel geschnittenen Basilikumblatt garnieren und mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer servieren.
    Fertig, guten Appetit!

2 Kommentare

  1. Hallo Simon,
    Danke fuer diesen tollen Rezept. Wenn ich mich (als Franzosin) eine Bemerkung erlauben duerfte:
    Fuer das Zubereiten einer Ratatouille ist es wichtig, das Gemuese einzeln zu braten und erst ganz zum Schluss zusammen zu fuehren.
    Liebe Gruesse und weiter so,
    Christina

    1. Danke, werde ich ausprobieren. Ich wusste, dass man die Tomaten sicher nicht zusammen mit Zucchini und Aubergine kochen sollte, da sonst alles mehr oder weniger gleich schmeckt, aber man hat ja nie ausgelernt. Auf jeden Fall finde ich das Würzen mit Lavendel toll – es setzt einfach neue Noten zu einem altbekannten Klassiker.

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