Rosenkohl mit Kastanien und Tonkabohne

Langsam weich gedünsteter Rosenkohl mit gerösteten Kastanien und Weintrauben mit Tonka fein gewürzt.

Rosenkohl und Maronen sind ein altbekanntes Paar. Doch mit einem Hauch der exotischen Tonkabohne kommen neue Nuancen in den Kochtopf.

Bei Tonka muss man jedoch aufpassen: Geschmacklich eine tolle Kombination aus Vanille, Zimt und Bittermandel enthalten die Samen des Tonkabaumes relativ viel Cumarin. Dieses kann Leber und Nieren schädigen. Studien über der Schädlichkeit von Cumarin beziehen sich aber ausschliesslich auf synthetisch hergestellte Moleküle.
Die Tonkabohne hat aber durchaus auch positive Wirkungen: Einerseits beruhigt sie Körper und Geist, wirkt krampflösend, entspannend und soll, laut den Indios, welche dieses Gewürz schon seit langem nutzen, Asthma, Husten und Übelkeit bekämpfen.

Ich empfehle Rosenkohl mit Kastanien als Beilage zu Schmorgerichten.

Zutaten

150 g Rosenkohl
200 g ganze Kastanien
1 kleine Zwiebel
1 Hand voll weisse Trauben, der Länge nach halbiert
1 TL Kokosöl
125 ml Kokosmilch
einige frische Rosmarinnadeln
einige frische Thymianblätter
1 Prise Muskat, frisch gerieben
1 Prise Tonka, frisch gerieben
Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kastanien wie hier im Ofen rösten, schälen und auf die Seite legen.
  2. Die Zwiebel in feine Schnitze schneiden, grosse Rosenkohl der Länge nach halbieren oder vierteln.
  3. Das Kokosöl in einer Pfanne schmelzen und erhitzen. Dann die Zwiebel, Trauben und Rosenkohl hinzugeben und mit dem Deckel auf der Pfanne für etwa 10 Minuten auf niedriger Flamme dünsten. Dabei die Pfanne immer wieder schwenken, damit das Gemüse von allen Seiten Hitze bekommt.
  4. Jetzt die Kastanien zusammen mit etwas Salz und Rosmarin hinzugeben und nochmals für etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  5. Das Ganze mit der Kokosmilch ablöschen, mit Muskat, Tonka, Thymian und Pfeffer würzen und gut umrühren.
    Probieren und eventuell nachwürzen. Dann mit einigen frischen Rosmarinnadeln und Thymian garniert servieren.
    Fertig, guten Appetit!

2 Kommentare

  1. Lieber Simi
    Tönt lecker! Mmmmhhhh! Würde aber nicht “extrem viel Cumarin” schreiben, sonst meinen die Leute sie bringen sich um damit oder schädigen die Gesundheit. Vielleicht wäre “etwas viel Cumarin” angemessen mit der Bemerkung nur wenig ist für einen guten Geschmack nötig.
    Gruss Mum

    1. Danke für den Hinweis.
      Man benötigt nur sehr wenig Tonka um das Gericht ausreichend zu würzen; Tonka hat einen sehr dominanten Geschmack. Um gefährliche Mengen zu erreichen müsste man mehrere male pro Tag Tonkabohne essen oder aber so viel auf einmal nehmen, dass es schon fast nicht mehr geniessbar wäre.

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