Rotes Fisch Curry mit Ananas und Zucchini

Thailändisch inspiriertes Rotes Curry mit Fisch, Ananas, Tomate, Zucchini und Kokosmilch, garniert mit frischem Basilikum.

Das Obstregal ist für mich einer der besten Einkaufsorte. Dort halte ich mich am längsten auf, dort sehe ich mir alles an, wie im Museum und geniesse die Vielfalt an Gerüchen und Farben. Ein heikles Ding ist immer die Ananas. Im Internet kursieren unzählige Fakten und Mythen rund um diese Köstlichkeit der Tropen. Ich möchte hier einmal ein paar Sachen, die ich gelernt habe vorstellen.

Einkauf
Einer Ananas sieht man leider nur sehr selten an, ob sie gut oder schlecht schmeckt. Um dies herauszufinden bedarf es anderer Sinne. Mein Test besteht aus drei Punkten.
Erstens greife ich nach der Frucht: Bei leichtem Druck sollte es ein bisschen nachgeben. So kannst du schnell die wirklich unreifen “Steine” aussortieren.
Zweitens nehmen ich die Frucht in die Hand und rieche unten (da wo kein Gebüsch ist). Du solltest klar den Geruch von Ananas wahrnehmen. Riecht da nichts, ist sie unreif, riecht es stechend oder alkoholisch, so hat die Ananas ihre besten Zeiten längst hinter sich.
Drittens, um ganz sicher zu sein, zupfst du an einem der obersten Blätter deiner bisher Auserwählten. Dieses sollte sich ohne grossen Aufwand entfernen lassen.

Verarbeitung
Es mag zwar schade sein, aber das A und O ist, dass du die Schale wirklich grosszügig entfernst und danach Messer, schneidbrett und eventuell auch Fruchtfleisch abspülst. Denn einerseits werden Ananas oft intensiv mit “Schutzmitteln” behandelt, andererseits enthält die Schale hohe Konzentrationen des Enzyms Bromelain. Dieses zersetzt Proteine und wenn du davon zuviel isst, wird dich deine Zunge und dein Rachen die nächsten zwei Tage schwer beschäftigen (Bromelain kannst du mit Hitze inaktivieren).

Essen
Am besten schmeckt sie natürlich gleich so. Beachte aber auch hier, dass zu viel rohe Ananas auf Grund des Bromelain Zunge und Schleimhäute reizt. Gekocht ist das kein Thema mehr.

Zutaten

300 g Fischfilet
1/2 Ananas, geschält, gewürfelt
1 Tomate
1 Zucchini (200 g)
1 Schalotte
2 Zehen Knoblauch
1 walnussgrosses Stück Ingwer
125 ml Kokosmilch
Kokosöl
1 Stange Zitronengras
5 Kaffirlimettenblätter (Asia Shop, sonst weglassen)
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Koriandersamen
2 Birds Eye Chilis, getrocknet
etwas Zimtpulver
Salz
1 Hand voll Basilikum
eventuell Schnittlauch

Zubereitung

  1. Ingwer, geschälte Schalotte und geschälten Knoblauch grob hacken.
    Zitronengras halbieren, den unteren Teil hacken, den oberen mal auf die Seite legen.
    Chili, Kreuzkümmel und Koriandersamen in einer kleinen Pfanne rösten bis sie zu duften beginnen, dann im Mörser fein mahlen.
    Tomate grob würfeln.
  2. Die nun vorbereiteten Zutaten zusammen in einen Mixer geben und fein pürieren.
  3. Eine Bratpfanne auf mittlere Stufe vorheizen, etwas Kokosöl darin verteilen und dann das restliche Zitronengras, die Limettenblätter und das Püree hineingeben, salzen, etwas Zimt dazugeben und gut vermischen.
  4. Ananas dazugeben.
  5. Zucchini in ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden (du kannst auch Streifen machen, wie du magst) und ebenfalls dazugeben.
  6. Deckel auf die Pfanne und alles etwa 20 Minuten lang köcheln lassen.
    Wichtig, immer wieder mal umrühren und achten, dass nichts anbrennt. Eventuell also noch etwas Wasser hinzufügen.
  7. Fisch in grobe Würfel schneiden und dazugeben. Ohne Deckel kochen lassen, bis der Fisch gar ist.
  8. Kokosmilch angiessen und vermischen. Probieren und eventuell nachwürzen (Salz, Zimt und eventuell Currypulver).
  9. Basilikum und Schnittlauch dazuschneiden, nochmals umrühren und servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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