Selleriesalat mit Ofenbirne

Zu Stiften verarbeitete Sellerieknolle mit fein aufgeschnittener, im Backofen gerösteter Birne und Haselnüssen als warmer Wintersalat.

Mir verleidet der Winter wegen der Kälte draussen immer ziemlich schnell. Trotzdem ich mich liebend gern durch die “Wildnis” bewege. Ich motiviere mich dann immer mit einer kleinen Belohnung – als leidenschaftlicher Hobbykoch oft mit einem leckeren, wärmenden Essen. Ein Salat gehört eigentlich zu jedem meiner Abendessen. Nach einem besonders verregneten Tag wollte ich aber alles möglichst warm haben – so kam dann auch die Idee eine alte “Schlabber-Birne” im Ofen zu rösten und zusammen mit der herumliegende Sellerieknolle eine leckere kleinen Beilage (aber bitte warm 🙂 ) zuzubereiten.

Einmal mehr möchte ich auf den Vorteil von Biogemüse hinweisen: Bei vielem Obst und Gemüse spielt es vom Geschmack her keine grosse Rolle ob man Bio oder Konventionell einkauft. Ich habe aber ein interessantes Buch entdeckt, wo man mit mikroskopischen Aufnahmen die Unterschiede auf zellulärer Ebene zeigen will (Das Buch Bio-NichtBio). Diesem Werk nach sieht das Biolebensmittel einfach “lebendiger” aus.
Gerade aber bei der Sellerieknolle merke ich aber einen riesigen Unterschied: Während konventioneller Knollensellerie oft etwas fade, wässrig und manchmal sogar “modrig” schmeckt, kommt mir die Bio-Knolle lebendiger, intensiv-aromatisch, frischer, vielleicht sogar leicht nussig, unglaublich vielschichtig, leckerer, charakteristischer (…und viele Adjektive mehr…) vor. Das kann sicher daran liegen, dass konventionelles Gemüse “dank” der starken, unnatürlichen Düngung einfach mehr Wasser einlagert. Dadurch werden Aromen nicht nur verdünnt, sondern auch die Ordnung der Zellen, die sich wegen der vielen Flüssigkeit zu schnell vergrössern, gestört. Das Gewebe des Gemüses verliert dabei an Struktur und kann im schlimmsten Fall sogar Schaden nehmen. Wertvolle Inhaltsstoffe oxidieren und die leckeren Aromen verflüchtigen sich.
Meinen Sellerie besorge ich deshalb immer am Markt bei meinem Bio-Stand. Ich weiss warum…

Die Birne sollte übrigens schon etwas weich sein – das macht sich am Ende besser im Salat.

Nach einem nass-kaltem Regenwetter-Tag, zusammen mit deftigen Schmor- und Eintöpfen wärmt dich dieser Salat sicher schnell wieder auf.

Zutaten

1 Sellerieknolle (Bio, etwa 250g)
1 Birne
einige Blätter Ciccorino Rosso
20 g Haselnüsse
20 g Balsamico
20 g Weissweinessig
10 g Haselnussöl
10 g Senf
3 frische Estragonzweige
wenige frische Rosmarinnadeln
1 Prise Fenchelsamen, zerstossen
1 Prise Zimtpulver
1 Prise Salz
schwarzer Pfeffer 

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200°C Unter- und Oberhitze vorheizen, auf den Ofenboden eine kleine Schale mit Wasser stellen (verhindert das Austrocknen der Birne) und dann die Birne als Ganzes auf dem Ofengitter in der Ofenmitte für etwa 20 Minuten rösten.
  2. Die Sellerieknolle gut schälen und mit einem Gemüsehobel und Julienne-Aufsatz zu feinen Stiften verarbeiten.
    Alternativ kannst du daraus mit dem Sparschäler feine Scheibchen machen.
    Alles in eine grosse Schüssel geben.
  3. Die Blätter des Ciccorino zerrupfen, dazugeben.
  4. Die Haselnüsse hacken, dazugeben.
  5. Die Blätter von den Estragonzweigen abzupfen und dazugeben.
  6. Den Rosmarin mit einer Küchenschere so fein wie möglich dazu schneiden.
  7. Dann die Birne der Länge nach halbieren. Das Kerngehäuse entfernen und die Frucht in Schnitze schneiden. Dazugeben.
  8. Aus Balsamico, Weissweinessig, Öl, Senf und den Gewürzen ein Dressing mixen und über den Salat giessen. Jetzt noch alles gut vermischen und servieren.
  9. Fertig, guten Appetit!

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