Süsskartoffel Chips mit Kümmel und Rosmarin

Knusprige Chips aus Süsskartoffeln mit Olivenöl, gewürzt mit frischem Rosmarin und Kümmel, ganz einfach aus dem Backofen.

Wer hat schon nicht gerne Chips? Antwort: Ich selbst…
Jedenfalls dachte ich mir das, weil ich lange Zeit nur die industriell gefertigte und wirklich allermeist ungesunde Massenware gekannt habe. Ich habe einmal einen Selbsttest “absolviert”, bei dem es darum ging, ob man zu den “Supertastern” gehört. Das bedeutet, dass man Aromen und Geschmäcker überdurchschnittlich gut wahrnimmt – ich hatte da beinahe maximale Punktzahl – toll, kann man da denken, jedoch ist das einer der Gründe, warum ich weder Cola, noch RedBull, noch Industriechips oder Dergleichen gerne habe – sie schmecken mir einfach zu intensiv.
Also dachte ich mir, Chips seien “gruusig”.

Nun zu der Entdeckung und “Erleuchtung”: Ich habe ein kleines Gewichtsproblem. Aber nicht so wie du denkst… Ich gehöre zu den “Hard-Gainern”. Für mich heisst das, dass mir das Zunehmen enorm schwer fällt. Zudem mache ich Paleo ja nicht grundlos – meine Verdauung ist auf gut Deutsch gesagt eine Mimose… Da schränkt sich die Auswahl an Lebensmitteln ziemlich drastisch ein – vor allem davon betroffen sind eben genau jene “Grundnahrungsmittel” die viele leicht verfügbare Kalorien liefern.

Von meiner lieben Mutter habe ich einen klaren Auftrag: Zunehmen. Dabei helfen natürlich Chips. So habe ich gedacht, wenn die Industrie das mit Geschmacksverstärkern und ohne Liebe massenweise verkaufen kann, dann schmecken meine Chips, wenn selbstgemacht, sicherlich um einiges besser. Recht gehabt 🙂
Seit diesen ersten Versuchen gibt’s bei mir also beinahe täglich Chips – und ich könnt’ nie genug davon kriegen!

Einerseits als Apéro, andererseits als Snack oder als Beilage zum Hauptgericht und vielleicht sogar als knuspriges Topping auf Salaten kannst du diese Chips in deiner Küche einsetzen. Dadurch, dass ich sie mit Kümmel würze, helfen sie bei der Verdauung der folgenden Speisen. Der Rosmarin enthält wiederum Stoffe mit der Eigenschaft, potenziell krebsfördernde Substanzen die bei jedem Röstvorgang (sei es das Grillieren eines Steaks, das Backen eines Brotes, das Rösten von Nüssen, oder eben das Zubereiten von Chips) neutralisieren.

Jetzt habe ich über das Zunehmen geschrieben und dir vielleicht Angst gemacht: Ich darf dich beruhigen – Süsskartoffelchips sind zwar wirklich relativ energiereich, aber du wirst wahrscheinlich kaum solche Massen davon “fressen” wie ich und die Süsskartoffel hält auch wegen ihrer vielen Ballaststoffe länger satt, als vergleichbare Chips aus herkömmlichen Kartoffeln. Ausserdem hilft dir das Olivenöl, im Gegensatz zum sonst üblichen Sonnenblumenöl, deinen Fettstoffwechsel anzukurbeln – also ruhig zugreifen!

Wie gesagt, als Vorspeise, zum Salat oder Hauptgericht oder als Snack für Zwischendurch servieren.

Zutaten

1 Süsskartoffel (etwa 200 g)
1 grosszügiger EL Olivenöl
1 TL Kümmel, zerstossen (kannst du auch in  der Pfeffermühle oder im Mörser mahlen)
einige frische Rosmarinnadeln, fein geschnitten
1 Prise Salz
1 TL Aceto Balsamico (optional)
1 Prise Paprikapulver (optional)

Zubereitung

  1. Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
    Ein Backblech mit Backpapier bereitstellen.
    Eine Fläche mit etwas Küchenpapier belegen, wo die Chips später abkühlen können.
  2. Die Süsskartoffel mit einem Gemüsehobel (alternativ Sparschäler oder deine Messer-Schneid-Künste – der Kauf eines Hobels lohnt sich aber) in feine Scheiben schneiden.
    Ich habe gelernt, dass das Schneiden der Länge nach bessere Resultate hervorbringt.
  3. Die Scheiben in eine grosse Schüssel geben.
  4. Optional den Balsamico dazugeben, dann Olivenöl, Salz, Kräuter und Gewürze hinzufügen.
  5. Am besten mit den Händen das Ganze gut durchmischen.
  6. Die Chips gut auf dem Backblech verteilen. So aneinander legen, dass sie sich gerade nicht berühren.
  7. Das Ganze im Backofen für 12 bis 15 Minuten rösten – achtung, am Ende geht es sehr schnell bis die Chips verbrannt sind – lieber zu früh herausnehmen – ein zweites Mal backen geht immer.
  8. Die Chips herausnehmen und auf das bereitgelegte Küchenpapier verteilen. Meistens härten sie erst jetzt komplett aus. Das dauert etwa 5 Minuten.
    Falls nicht, gibst du sie einfach nochmal für ein, zwei Minuten in den Ofen.
  9. Wenn die Chips schön knusprig sind, servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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