Süsskartoffel Chips

Süss-pikante, knusprige Süsskartoffel Chips aus dem Ofen sind in nur fünfzehn Minuten fertig. Am besten schmecken sie, solange sie noch warm sind.

Nicht nur sehr einfach zuzubereiten, sondern im Vergleich zu vergleichbaren gekauften um einiges günstiger sind diese selbst gemachten Chips aus Süsskartoffeln. Während Supermarktchips oftmals eine lange Liste an Zusatzstoffen enthalten und meist mit billigem Sonnenblumenöl (welches wegen seines hohen Gehaltes an Omega-6-Fettsäuren nicht zu empfehlen ist) frittiert wird, kannst du bei den Hauseigenen Chips selber bestimmen, welches Öl verwendet werden soll, ob du lieber dieses oder jenes Gewürz hast und so weiter.

Die Süsskartoffel hat übrigens nichts mit unseren Kartoffeln zu tun. Letztere gehören nämlich zur Familie der Nachtschattengewächse, wohingegen die Süsskartoffel ein Windengewächs ist. Das bedeutet auch, dass der in Nachtschattengewächsen verbreitete Giftstoff Solanin in den Süsskartoffeln nicht vorkommt. Solanin reichert sich in Kartoffeln an, wenn sie grün werden (grüne Kartoffeln sind also wirklich giftig), kommt aber auch in sonst einwandfreien Erdäpfeln vor. Da es sich beim Kochen nur beschränkt abbaut, bedeutet jedes Kartoffelgericht auch eine geringe Portion Solanin. Wie schädlich dies aber tatsächlich ist, sei umstritten (viele Gewürze, die gesund sind wirken bei zu hohen Einnahmen als starke bis sogar tödliche Gifte).
Auf jeden Fall enthält die Süsskartoffel aber eine höhere Dichte an Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem Eisen und Mangan. Studien zeigten ausserdem eine positive Wirkung auf den Chiolesterinspiegel und einen sehr niedrigen glykämischen Index (ein Wert, der besagt wie schnell der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit ansteigt). Dies bedeutet auch, dass die Süsskartoffel durchaus von Diabetikern gegessen werden kann.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war diese leckere Knolle nur aus diversen Überseeländern erhältlich. Wegen steigender Beliebtheit wird die Pflanze heutzutage während der warmen Monate auch bei uns in der Schweiz angebaut. Im Winter kann man in manchen Läden Süsskartoffeln aus Italien oder Spanien kaufen, was sich natürlich positiv auf die ökologische Nachhaltigkeit der Knollen auswirkt.

Ich bereite diese Chips gerne als kleine Vorspeise zu einer Guacomole (hier oder hier), oder als kleine Knusperbeilage zur Hauptspeise.

Zutaten

1 Süsskartoffel
1 EL Olivenöl
1 Prise Zimt
1 Prise scharfes Paprikapulver
1 Prise edelsüsses Paprikapulver
etwa 1/4 TL Zitronensaft
1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
    Ein oder zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
  2. Mit einem Gemüsehobel (dringend empfohlen) oder einem sehr scharfen Messer die Süsskartoffel samt der Schale in dünne Scheiben (maximal 1mm dick) schneiden und in eine Schüssel geben.
  3. Olivenöl, Paprika, Zimt, Zitronensaft und Salz dazugeben und das ganze mit den Händen gut vermischen. Es soll wirklich an jeder Stelle Öl und Gewürz hin kommen.
  4. Die Süsskartoffelscheiben auf die Bleche verteilen, so dass sie sich nicht überlappen und zwischen den Scheiben eine kleine Lücke ist (muss nur ein Millimeter sein).
  5. Das Ganze im Ofen für 15 Minuten backen.Vorsicht: Da nicht jeder Ofen gleich eingestellt ist sind 180°C niemals gleich 180°C. Kontrolliere also nach etwa 10 Minuten, ob die Chips fertig sind. Ändert sich deren Farbe zu Beginn nämlich fast gar nicht, werden sie nach einer gewissen Zeit sehr schnell braun bis verkohlt. Sie sind fertig, wenn diese schnellere Braunfärbung gerade beginnt.
  6. Die Chips aus dem Ofen nehmen und für kurz gut verteilt auf einem Haushatspapier kühlen lassen. Während dieser Zeit erhalten die Chips ihre endgültige “Knusprigkeit”.
    Fertig, guten Appetit!

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