Tilapia Curry mit Garnelen, Papaya und Aubergine

Aromatischer Tilapia und Garnelen pochiert in einem Südostasiatisch inspirierten Curry aus Aubergine, Papaya, Kokosmilch, Limettenblätter und Zitronengras.

Kritisch bin ich gestern am Mittwoch bei meinem Indischen Stammgeschäft an der Tiefkühltruhe auf und ab gegangen, den Blick prüfend auf das reichhaltige Sortiment gerichtet. Fische, Gewürze, Gemüse, und so viel weiteres Zeug von dem ich zum Teil noch nicht mal wusste, dass es sowas überhaupt gibt. Da sehe ich es!
1 kg Black Tilapia schön in Tranchen geschnitten und Vakuumverpackt.

Schon vieles habe ich über den Tilapia gelesen gehört und auch selbst miterlebt (ich habe mal einige Zeit im Tropenhaus Wolhusen gearbeitet, wo der köstliche Tropenfisch gezüchtet wird). Und nie, aber auch gar nie war etwas Schlechtes über den Fisch zu lesen.

Ich möchte kurz sagen, warum es so toll ist Tilapia zu essen – neben dem edlen Geschmack, der fast ein bisschen an Hühnchen erinnert:

Der Tilapia kann sich im Gegensatz zu den meisten anderen Fischen vollständig vegetarisch ernähren – das macht ihn zu einem sehr ressourcenschonenden “Nutztier”.

Warum Nutztier: In Asien, wo man die Reisfelder einige Zeit unter Wasser setzen muss, wird in diesen Becken zur selben Zeit auch Tilapia gehalten. Der Fisch ernährt sich dabei von allerlei Algen und Kleinstlebewesen – so hält er das Feld sauber. Und so ganz nebenbei düngen seine Hinterlassenschaften den Reis. Der Bauer erhält eine bessere Ernte und kann am Ende der Saison erst noch den ganzen Fisch verkaufen – doppeltes Glück.

Diverse internationale Institutionen des Konsumentenschutzes haben unzählige Proben Tilapia untersucht und keine Antibiotika, Pestizide und sonstige Schadstoffe entdeckt. Bei Interviews der Züchter erhielt man darauf die Antwort, dass der Tilapia ein so robustes Tier sei, dass sich ein Einsatz von “Schutzstoffen” gar nicht lohnen würde.

Dadurch, dass die Tilapiazucht isoliert im Inland und auf Reisfeldern stattfinden kann, entsteht keine Umweltverschmutzung und es werden keine bestehenden Naturflächen zerstört.

Tilapia lässt sich hervorragend einfrieren: Das heisst, dass der Fisch gleich nach der Schlachtung gesäubert und eingefroren wird und so per Schiff zu uns kommt – diese Transportmethode ist sehr klimaschonend.

Ich war auf jeden Fall hell begeistert über meine Einkaufstrophäe und noch viel erfreuter, nach dem der erste Löffel dieses köstlichen Currys auf meiner Zunge landete.

Dazu passen Kochbananen.

Zutaten

2 Stück Tilapia-Tranchen (oder sonstige Stücke vom Tilapia)
Garnelen (nach belieben – ich ergänze den Tilapia, so dass es zusammen 400 g ergibt)
1 Papaya
1 kleine Aubergine
125 ml Kokosmilch
2 EL Kokosraspel
1 walnussgrosses Stück Ingwer
1 TL Kokosöl
1 Zehe Knoblauch
1 Stück Zitronengras
4 Kaffirlimettenblätter
1 TL Koriandersamen
4 Stück Nelken
1 Chilischote
Kurkuma
1 TL Zitronensaft
Salz
frisches Basilikum
eventuell Currypulver

Zubereitung

  1. Nelken und Koriandersamen in einer kleinen Pfanne kurz rösten danach in einen Mörser geben und fein mahlen.
  2. Die Aubergine in Würfel schneiden, diese in eine Schüssel geben, salzen und gut vermischen.
  3. Den Chili, Ingwer und Knoblauch fein hacken.
  4. In einer grossen Pfanne einen grosszügigen Teelöffel Kokosöl schmelzen und erhitzen. Darin Chili, Ingwer und Knoblauch auf mittlerer Heizstufe etwa 2 Minuten braten – solange bis der Knoblauch sich zu färben beginnt.
  5. Jetzt die Aubergine, die gemahlenen Gewürze, eine kräftige Prise Kurkuma, das Zitronengras, Zitronensaft und die Kokosraspel dazugeben. Ebenfalls etwas Wasser angiessen und gut umrühren.
  6. Die Papaya schälen, der Länge nach halbieren, die Kerne mit einem Löffel ausschaben (einen Teil davon kannst du ins Curry geben – etwa 2 Esslöffel) und die Frucht in Würfel schneiden. Diese nun ebenfalls ins Curry geben.
  7. Das Ganze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Aubergine gar ist.
  8. Die Kokosmilch angiessen, umrühren, probieren. Dann abschmecken: Salzen und eventuell mit Currypulver nachwürzen.
  9. Nun die Limettenblätter dazugeben.
  10. Den Tilapia jetzt in die Sauce legen und rund herum die Garnelen verteilen. Dann den Deckel auf die Pfanne setzen und das ganze leise köcheln lassen, bis der Fisch gar ist (Dauer etwa 10 Minuten).
  11. Den Fisch auf einen Teller legen, die Sauce nochmals umrühren, probieren und eventuell nochmals würzen. Die Basilikumblätter mit einer Schere fein dazuschneiden, umrühren und dann auf dem Teller fertig anrichten.
    Fertig, guten Appetit!

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