Tilapia Curry mit Tomate, Okra und Curryblättern

Cremiges Curry auf Basis von Tomaten, Peperoni, Okra, der eigenen Gewürzmischung und Kokosmilch mit pochiertem Tilapia und Curryblättern.

Hier habe ich was ausprobieren müssen, das es vorher noch nie gab. Obwohl ich mich nämlich seit sicher 6 Jahren mit diversen Currys beschäftige, habe ich noch nie Okra zubereitet… Was hab ich da nur verpasst!

Zuerst einmal: Was ist Okra überhaupt? Sogar ich als Biostudent mit stark ausgeprägtem botanischem Interesse – insbesondere an tropischen Nutzpflanzen – hatte bisher keine Ahnung wo ich dieses grüne Zeug einzuordnen habe.
Aber Papa Google weiss alles und offenbarte mir, dass es sich bei Okra um ein ostafrikanisches Malvengewächs handelt, das seit etwa 4000 Jahren kultiviert wird. Somit ist dieses unscheinbare Gewächs eines unserer ältesten Kulturgüter!

Nebenbemerkung: Zu den Malvengewächsen gehören auch der Affenbrotbaum, Baumwolle, Cola, Durian, Hibiskus und Kakao.

Neben dem leckeren Geschmack von Okra – diesen kann ich am ehesten mit dem von Grünen Bohnen vergleichen, kann das Gemüse auch mit seinem Inhalt beeindrucken. Die kleinen Samen der Pflanze enthalten viele Schleimstoffe, die sich beim kochen lösen und das Ganze schön cremig machen. Diese Schleimstoffe helfen aber auch, den Darm zu heilen und gesund zu halten. Okra enthält für ein Gemüse ziemlich viele Ballaststoffe – vor allem wasserunlösliche. Diese Klasse der Ballaststoffe wird nicht von den Darmbakterien verputzt, sondern hilft, den Stuhl zu regulieren und Gifte auszuschwemmen (Detox).
Auch Mineralstoffe und Vitamine sind zahlreich vertreten: Kalium neutralisiert Säuren (wirkt also basisch), Vitamin C für das Immunsystem und Vitamin E für die “Anti-Aging-Kur zum Essen”.

Ein leckerer Allrounder also, dieses Okra, das ab jetzt sicher öfter auf meinem Teller sein wird.

Zutaten

300 g Tilapia
200 g Okra (Asiatischer Lebensmittelladen)
2 Tomaten
1 Spitzpeperoni
1 Peperoncini
1 walnussgrosses Stück Ingwer
125 ml Kokosmilch
2 EL Kokosraspel
1 grosszügiger TL Kokosöl
1 TL Limetten- oder Zitronensaft
10 Curryblätter (tiefgekühlt vom Asia-Laden)
1/2 TL Kurkuma
Salz

Für die Gewürzmischung: Alternativ: Currypulver Madras
1 TL Schwarze Senfsamen
1/2 TL Bockshornkleesamen
1/2 TL Fenchelsamen
2 Prisen Kreuzkümmel
1 TL Koriandersamen

Zubereitung

  1. Zuerst die Gewürze für die Gewürzmischung in eine kleine Pfanne geben und rösten, bis die Senfsamen aufplatzen (das knistert dann so schön 🙂 ).
    Dann die Gewürze sofort in einen Mörser geben und mahlen.
  2. Den Peperoncini mit dem Ingwer hacken.
    Wenn du es gerne milder hast, rate ich dir, die Kerne des Peperoncini zu entfernen – das geht am besten wenn du sie mit einem Teelöffel ausschabst.
  3. Die Peperoni entkernen und in Würfel schneiden.
  4. Eine Bratpfanne kurz aufheizen lassen, dann das Kokosöl darin schmelzen.
    Peperoncini, Peperoni und Ingwer hinein geben. Gleich danach die Curryblätter dazugeben.
  5. Unter ständigem rühren auf mittlerer Heizstufe 3 Minuten dünsten. Dann den Limettensaft, etwas Salz und ein bisschen Wasser dazugeben.
  6. Die Tomate würfeln und dazugeben.
  7. Von den Okra-Schoten den Stielansatz wegschneiden und die Schoten quer halbieren. Dann ebenfalls dazugeben.
  8. Kokosraspel, frisch gemahlene Gewürze und Kurkuma hinzufügen, dann einen Deckel auf die Pfanne geben und das Ganze 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Okraschoten weich sind.
  9. Kokosmilch angiessen, gut umrühren, eventuell salzen und mit etwas Currypulver würzen. Dann den Tilapia vorsichtig in die Sauce legen, Deckel wieder auf die Pfanne geben und etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis der Fisch gar ist.
  10. Fisch auf einen Teller legen, umrühren, nochmals probieren, eventuell nachwürzen und dann servieren.
    Dazu passt zum Beispiel mein Kochbananen-Curry mit Mango oder Kochbananen-Curry mit Tomaten.
    Fertig, guten Appetit!

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