Tomaten Lavendel Senf

Milder und süsslicher Senf aus gelben Senfsamen, Condimento Bianco, Apfelessig, Lavendelblütenhonig, getrocknetem Lavendel und Tomatenmark.

Senf machen ist wie eine kleine Sucht für mich: Steht kein Glas davon zur Reife oder bereit zum essen, so spüre ich ständig den Drang, eines anzufertigen. Dabei habe ich schon echt viele verschiedene Sachen ausprobiert, bin einige Male gescheitert und hatte einige Male echt Erfolg. Am liebsten habe ich aber eher milde Senfsorten, etwas angesüsst und mit irgendeinem Gewürz oder Kraut als zusätzliches Aroma.

Von meiner Nachbarin, besser gesagt ihrer Enkelin, habe ich ein Glas Lavendelblütenhonig erhalten (sie kommt aus Frankreich). Das fast schon betörende Aroma dieses kostbaren Bienenproduktes hat mich dazu angetrieben, einen Senf mit genau diesem Geschmack anzufertigen. Den Honig brauche ich natürlich zum Süssen, aber zusätzlich sollen getrocknete Lavendelblüten das Aroma verstärken.

Ein weiterer Geschmacksverstärker ist Tomatenmark. Man kennt das, in vielen Fertigprodukten wird „Hefeextrakt“ verwendet. Dabei handelt es sich um einen unter anderem Namen sehr bekannten und gemiedenen Geschmacksverstärker: Glutamat. Tomatenmark enthält ebenfalls grosse Mengen davon. Das ist der Grund, warum es so geil schmeckt… Einen Esslöffel Tomatenmark hinzuzufügen ist also ein Trick von mir, dem Senf ein zusätzliches Etwas zu geben. Nach dem Ansetzen heisst es aber erst einmal warten…

Zutaten

20 g Gelbe Senfsamen
40 g Senfmehl, gelb
1 EL Tomatenmark
1 TL Lavendelblüten
20 g Lavendelblütenhonig
90 ml Apfelessig
10 ml Condimento Bianco
40 ml Wasser
Kurkuma
Salz

 Zubereitung

  1. Die Gelben Senfsamen in einer Gewürz- oder Kaffeemühle mahlen und mit feinem Senfmehl mischen.
    Den Honig, die Lavendelblüten, das Tomatenmark, den Essig und Balsamico, sowie etwas Wasser hinzufügen.
    Schliesslich kommen noch etwa 5 g Salz hinzu, sowie eine Prise Kurkuma für eine schön gelbe Farbe.
  2. Mit einer Gabel kann der Senf schön durchmischt werden.
    Danach das Ganze in ein Glas geben (oder schon im Glas mischen) und mit einem Deckel verschliessen.
  3. Der Senf muss nun drei Wochen, besser vier oder fünf, durchziehen.
    Dabei solltest du ihn immer wieder einmal öffnen und durchmischen und eventuell etwas Flüssigkeit hinzufügen.
    Während des Reifens kannst du auch geschmackliche Mängel erkennen und gegebenenfalls mit etwas Salz, Essig oder Honig korrigieren.
  4. Nach dem Reifen in den Kühlschrank geben und geniessen.
    PS: Senf enthält natürliche Konservierungsstoffe, weshalb ein längeres Aufbewahren keine Probleme verursachen sollte.
    Fertig, guten Appetit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.