Weisskraut mit Tomaten, Maroni und Salbei

Weich gebratenes Weisskraut mit Cherrytomaten und Kümmel, mit einem Topping aus gebratenen Maroni, Salbei und Cherrytomaten.

Ganz selten gönne ich mir einen Weisskohl. Ich liebe dieses Gemüse, doch fürchte ich immer die “Nebenwirkungen” dieses Genusses. Nicht immer ist der Verzehr von solchen Erscheinungen begleitet, meist wenn ich richtig Lust darauf habe, vertrage ich ihn auch. Gestern nun war so ein Tag.

Ich hatte meine Eltern zu Besuch, es gab einiges, das sie mir bringen wollten, unter anderem meine alte Steinmühle zur Herstellung von Schokolade, Senf, Nussmusen und dergleichen. Diese habe ich bis jetzt einfach nicht mitgenommen und befand, dass es jetzt so weit sei. Das letzte Experiment mit Senf war so überzeugend gut geworden, dass ich dies häufiger machen möchte.

Doch zurück zum Kohl – ich erinnere mich, dass ich schon als Kind Omas “Krautfleckerln” gemocht habe, auch wenn ich heute keine Pasta mehr machen würde. Später dann schätzte ich die Strudel meines Vaters und auch er meinte, als er das werdende Gericht gestern sah, dass es ihn auch gleich gelüste, so etwas wieder einmal zu kochen.

Ich selbst greife in letzter Zeit vermehrt zu Maroni und habe mir darauf hin gedacht, warum man diese denn immer nur mit Blaukraut kombiniere. Hier kommt mein, ich würde sagen gelungener Versuch, meine tägliche Portion Maroni mit Weisskohl zu servieren.

Zutaten

1 kleines Weisskrautkopf (etwa 300 g)
125 g Maroni, geschält
250 g Cherrytomaten
1 Hand voll frischer Salbei
3 EL Olivenöl
1 Prise Kümmelsamen
Schwarzer Pfeffer
Salz

 Zubereitung

  1. Zuerst das Kraut der Länge nach vierteln. Den harten Strunk herausschneiden und entfernen (daraus kannst du Suppe, Brühe oder Schmorgerichte zubereiten).
    Danach aus jedem Viertel fingerdicke Streifen schneiden.
  2. In einer Bratpfanne zwei Esslöffel Olivenöl verteilen und auf mittlerer Flamme kurz vorheizen.
    Das Kraut nun hinein geben, leicht salzen und zugedeckt 10 Minuten lang braten.
  3. Gleichzeitig in einer kleinen Pfanne einen Esslöffel Olivenöl verteilen und ebenfalls auf mittlerer Flamme die Maroni zusammen mit den Salbeiblättern zu dünsten beginnen. Auch hier einen Deckel verwenden.
  4. Nach diesen zehn Minuten die Cherrytomaten vierteln.
    Etwa einen Drittel zu den Maroni geben und etwas Wasser hinzufügen (nur wenig).
    Den Rest zusammen mit einer Prise Kümmelsamen zum Kraut geben, gut umrühren und nochmals 10 Minuten dünsten.
    Eventuell bei beiden Pfannen die Hitze etwas zurückdrehen.
  5. Beide Pfannen mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Maroni als Topping für das Kraut verwenden und so servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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