Würzöl aus Knoblauch, Rosmarin und Olivenöl

Knoblauchöl zum Braten und Würzen: Knoblauch und Rosmarin, eingelegt in Olivenöl.

Viele Leute vertragen Knoblauch nicht gut. Wird er dennoch toleriert, so stinkt es einem, dass man danach stinkt. Dafür gibt es eine Lösung. Damit man das Aroma des Knoblauch dennoch geniessen kann, Knoblauch schmeckt ja auch toll, kann man sein eigenes Öl herstellen.

Toll auch, dass viele der Substanzen die für die gesunde Wirkung in den kräftig duftenden Zehen verantwortlich sind, fettlöslich sind. So nimmt ein Öl, in dem die Knoblauchzehen dümpeln, nicht nur den Geschmack, sondern auch die medizinisch aktiven Stoffe auf. Die für viele Unverträglichkeiten verantwortlichen Bestandteile, zum Beispiel die Schärfe oder einige kaum verwertbaren Zuckerverbindungen dagegen lösen sich nur in Wasser oder Alkohol und bleiben somit weg.

Ich finde sowieso, dass bei der Verwendung von normalen Mengen Knofi wenig Aroma in die tatsächliche Speise gelangt. Mit selbst gemachtem Knoblauchöl dagegen kann man auch am Schluss nochmal ganz easy nachwürzen.

Selber machen übrigens ist erstens einfach, zweitens, in diesem Falle, schnell gemacht, drittens weiss man, was drin ist und viertens ist es billiger. Knoblauchöl im Supermarkt zu kaufen, das ist verschwendetes Geld…

Zutaten

500 ml Olivenöl
2 ganze Knollen Knoblauch
1 frischer Zweig Rosmarin

 Zubereitung

  1. Den frischen Rosmarinzweig gut waschen und verdammt gut abtrocknen. Am besten macht man das im Voraus.
  2. Von den Knoblauchknollen die äusserste Schale abziehen. Danach die einzelnen Zehen vom Strunk nehmen und in ein Gefäss füllen. Es sollte noch ein wenig Platz übrig sein, damit sich die Zehen bewegen können…
    …denn nun wird geschüttelt (natürlich zuerst mit einem Deckel verschliessen 😀 ): Etwa eine Minute lang kräftig schütteln.
    So lösen sich die Schalen um die Zehen und die Zehen selbst werden leicht angequetscht. Das sorgt für Aroma.
  3. Den Deckel öffnen, die Zehen herausnehmen und eventuell noch letzte Häutchen entfernen. Danach die Knoblauchzehen in ein gut verschliessbares Glasgefäss geben.
  4. Den gewaschenen und vor allem trockenen Rosmarinzweig kann man nun, zum Beispiel im Mörser, ein wenig anquetschen. Danach das Kraut ebenfalls ins Glas legen.
  5. Das Ganze mit einem halben Liter bestem Olivenöl übergiessen.
  6. An einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur etwa zwei Wochen stehen lassen.
  7. Alle festen Zutaten absieben, das Öl in Flaschen füllen und zum Anbraten, Marinieren, für Salatsaucen, Antipasti und zum Abschmecken oder Würzen verwenden.
    PS: Da sowohl Knoblauch als auch Öl lange haltbar ist, gehe ich davon aus, dass sich auch das Knoblauchöl eine Zeit lang hält.
    Fertig, guten Appetit!

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