Zucchini an Tomaten Avocado Sauce mit Rucola

Gebratene Zucchini-Streifen mit einer cremigen Sauce aus Tomaten, Avocado und Kokosmilch garniert mit frischem Rucola und Schnittlauch.

Gestern wollte ich mich mal so richtig verwöhnen – kulinarisch… Ich hab mir dann so überlegt, was soll ich denn kochen und hatte plötzlich wahnsinnige Lust nach Avocado. Diese cremige, vollmundige, manchmal schon fast süssliche Zärtlichkeit der Küchenschätze ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf…

Als Dip kennt die Avocado ja fast schon jeder. Aber erst wenn die fettige Frucht erwärmt oder erhitzt wird kommt ihr nussiger Charakter so richtig zum Vorschein. Das ist echt krass, was so ein bisschen Wärmeenergie mit einem Geschmack alles anstellen kann! Ich könnte mir vorstellen, dass das noch ganz anders kommt, wenn man die Avocado im Ofen röstet – aber dafür würde ich mir ein anderes Mal nehmen – heute muss es cremig werden – so verlangte es mein Bauch  🙂 .

Da mittlerweile weder bei meiner Stamm-Migros-Filiale, noch bei Coop brauchbare Bio-Avocados zu haben sind (entweder sind sie trotz des “Genussreif”-Aufklebers steinhart, oder sie haben den versprochenen Zustand schon laaaange hinter sich gelassen – also wirklich lange), bin ich extra noch kurz zum Bioladen marschiert und musste überrascht feststellen, dass die Bio-Avocado da um einiges günstiger war, als in einem normalen Supermarkt. Wow, man hat nie ausgelernt – und seien es doch nur so kleine Dinge wie die Preisunterschiede bei Bio-Kost. Auch war das Objekt meiner Begierde in einer 1A Qualität vorhanden – auch ganz ohne den “Genussreif”-Aufkleber… Es ist halt nicht immer das drin, was die Beschreibung zu versprechen versucht und manchmal hat man mehr, als versprochen wird  😀 .

Mitten im Kochen, die Zucchini war gebraten, die Sauce eigentlich fertig, sah das Ganze so trist und farblos aus, da kam mir die Idee – da lag doch noch der Rucola im Kühlschrank. Den hatte ich schon fast wieder vergessen. Wie kann ich nur, schmeckt doch das “Unkraut” so lecker.
Auch der Rucola schmeckt ganz anders, wenn er kurz erwärmt wird – wage es aber nie, und ich betone: NIEMALS, Rucola lange zu kochen. Er wird dann nämlich echt bitter – nicht “Grapefruit-bitter”, sondern irgendwie komisch, beinahe faulig. Aber so kurz ein bisschen Wärme bring das Ganze Aroma so richtig in Fahrt.

Zutaten

1 Zucchini (250 g)
2-3 Tomaten (250 g)
1 Avocado
125 ml Kokosmilch
1 Hand voll frischen Rucola
5 Halme frischer Schnittlauch
Olivenöl
1 TL Aceto Balsamico
1 Prise getrockneten Thymian
Salz
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Zucchini musst du in Streifen schneiden: Dazu das Gemüse der Länge nach halbieren und dann beliebig fortfahren – die Streifen oder Scheibchen oder was auch immer sollten etwa 3 bis 5 Millimeter dick werden.
  2. Das Geschnittene in eine Schüssel geben, mit 2 Prisen Salz bestreuen und gut vermischen, damit es durchziehen kann.
  3. Von den Tomaten den Stielansatz ausschneiden, Gemüse halbieren und in feine Scheibchen schneiden.
  4. Eine kleine Pfanne kurz vorheizen, etwa 2 Esslöffel Olivenöl hinein geben und die Tomatenscheiben auf mittlerer Heizstufe darin dünsten.
    Immer wieder kurz umrühren und nach etwa 3 Minuten das Ganze mit dem Balsamico und ein wenig Wasser ablöschen.
  5. Eine Prise Salz hinzufügen, Deckel auf die Pfanne legen und einfach köcheln lassen.
  6. Eine Bratpfanne gut aufheizen lassen und Olivenöl darin verteilen. Dann gleich die Zucchinistreifen hinein geben und unter ständigem Umrühren von allen Seiten braten. Sie sollten nach etwa 5 Minuten zwar ein bisschen weich, aber immer noch bissig sein – gerade so “al-dente”.
    Dann die Pfanne vom Herd nehmen.
  7. Die Avocado der Länge nach aufschneiden, Kern herausnehmen und das Fruchtfleisch mit einem Teelöffel in kleinen Stücken in die Tomatensauce geben.
    Den Thymian zwischen den Fingern zerreiben und dazugeben, Schnittlauch mit einer Küchenschere fein dazuschneiden, Pfeffer dazugeben, dann die Kokosmilch angiessen und umrühren.
  8. Die Sauce dann über die Zucchinistreifen geben, den Rucola darüber verteilen und nochmals gut durchmischen.
    Probieren, eventuell nachwürzen und dann sogleich servieren.
    Fertig, guten Appetit!

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