Pouletherzen-Pilz Ragout

Dieses Eintopfgericht verbindet ein kräftig-vollmundiges Ragout aus Pouletherzen, Champignons, Tomaten und Karotten mit gerösteten Kastanien und frischen Kräutern.
Das Ragout ist relativ einfach zuzubereiten und eignet sich auch besonders für jene, die sonst nie kochen.
Der Arbeitsaufwand wird hauptsächlich vom Herd bewältigt und es bleibt viel Zeit, die man anderwertig nutzen kann.

Pouletherzen sind im Geschmack “normalem” Pouletfleisch ähnlich, haben aber ein intensiveres Aroma, weshalb sie sich besonders zum Schmoren eignen.
Die verwendeten Gewürze regen die Verdauung an und stärken das Immunsystem.

Eine Beilage benötigt man hier eigentlich kaum – alles was man braucht liefert bereits das Ragout. Ich habe trotzdem gerne einen Salat dazu, zum Beispiel mit Fenchel und Apfel.

Zutaten

300 g Pouletherzen
125 g Champignons
1 Karotte
200 g Kastanien, eingeritzt und 2 Stunden in Wasser eingelegt
3 Tomaten
1 grosse Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Glas Rotwein
1 EL Balsamico
Olivenöl
3 Lorbeerblätter
3 Wacholderbeeren, zerstossen
4 Nelken, zerstossen
1 Zweig frischer Rosmarin
Thymian
Oregano
Majoran
Paprikapulver, edelsüss
schwarzer Pfeffer
Salz

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 220°C Unter- und Oberhitze vorheizen. Ebenfalls ein Backblech darin mit aufwärmen und auf den Boden des Ofens eine mit Wasser gefüllte Schale stellen.
  2. Einen Schmortopf oder Gusseisentopf auf der Herdplatte vorheizen.
  3. So viel Olivenöl hienein geben, dass der Boden gerade gedeckt ist (Du kannst auch etwas weniger nehmen und dieses gut verteilen; das Gericht lebt aber von diesem essentiellen Geschmacksträger).
  4. Sofort die Hühnerherzen dazugeben und bei ständigem Umrühren rundum scharf anbraten.
  5. Die Pilze derweil putzen und die Stiele aus den Hüten zupfen. Nun die Hüte vierteln – einfach von Hand auseinanderzupfen.
    Stiele und Hüte nun zum Fleisch dazugeben und weiterhin umrühren.
  6. Die Zwiebel und den Knoblauch zerschneiden, für ein Schmorgericht darf dies relativ grob sein, und dazugeben. Nochmals umrührühren und nach etwa 3 Minuten den Wein angiessen.
  7. Während der Wein nun zu verkochen beginnt, kannst du die Karotte der Länge nach vierteln und in dünne Scheibchen schneiden, die Tomate in Würfel zerkleinern und von beiden Gemüsen jeweils eine handtellergrosse Portion auf die Seite legen – diese kommen erst ganz am Schluss in den Topf. (Ein Eintopf sieht nach 2 Stunden schmoren einfach “scheisse” aus, schmeckt aber wunderbar. Das Aussehen werte ich mit einigen frischen Zutaten auf.)
  8. Dann das zerkleinerte Gemüse dazugeben.
    Ebenfalls Lorbeer, Wacholder, Nelken, Thymian, Rosmarin (bis auf einige Nadeln für die Dekoration), Paprika und Balsamico dazugeben, nochmals gut umrühren, den Deckel auf den Topf geben und dann auf niedriger Flamme für eineinhalb bis zwei Stunden schmoren lassen.
    Bei einer Gusseisenpfanne sollte der Deckel eigentlich so schwer sein, dass nur wenig Flüssigkeit tatsächlich verdampft. Trotzdem solltest du von Zeit zu Zeit prüfen, dass das Gericht nicht anbrennt.
  9. Während die Herzen nun vor sich hinköcheln ist es Zeit, die Kastanien im Ofen zu rösten. Das Rezept dazu ist hier: Klick
  10. Wenn die Kastanien fertig sind sollen sie sobald wie möglich geschält werden. Danach in einer Schüssel auf die Seite Stellen.
  11. Sind die Herzen fertig geschmort, gut umrühren und probieren. Dann salzen, je eine Prise Majoran und Oregano hinzugeben und eventuell mit Thymian und Paprika nachwürzen.
  12. Das beiseite gestellte, frische Gemüse nun zusammen mit den Kastanien ins Ragout geben, nochmals gut umrühren und mit einigen Rosmarinnadeln und schwarzem Pfeffer garniert servieren.
    Fertig, guten Appetit!

2 Kommentare

  1. Wofür heizt du den Backofen auf, wenn die Herzen auf dem Herd schmoren?
    Das Rezept ist sehr verständlich geschrieben. Ich probiere es demnächst aus.

    Freundliche Grüsse aus der Küche
    Pius

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.